Tender
BMW 120i gegen VW Golf 2.0 FSI: Kontrastmittel

BMW macht Jagd auf die Kompaktklasse. Zur Klärung der Sachlage tritt der neue Einser mit Zweiliter-Vierzylinder-Motor und 150 PS gegen den gleich starken Bestseller von VW an, der von einem Benzindirekteinspritzer angetrieben wird.
Seinen ersten Treffer landet der viertürige Golf 2.0 FSI Sportline bereits beim Vergleich der Basispreise: Der VW setzt auf Vernunft und kommt auf 21.975 Euro, für den BMW – eher eine Verführung - muss man 1625 Euro mehr hinblättern.
Gleichstand herrscht dagegen bei Hubraum (zwei Liter), Leistung (150 PS) und Drehmoment (200 Nm). Umso größer der sichtbare Unterschied: Neben dem Golf kommt einem der fünf Zentimeter flachere Einser wie ein Coupé vor. Mit Folgen für den Innenraum: Wer hinten Platz nehmen muss, ist im BMW arm dran. Aber auch im vorderen Teil der Fahrgastzelle ist es eng. Dafür stimmt die Sitzposition, und so fühlt man sich doch gut aufgehoben.
Beim Einser heißt das Schlüsselwort Fahrdynamik, Frontmotor plus Heckantrieb die Zauberformel. Und schon die ersten Kurven überzeugen. Kurswechsel absolviert er nahezu verzögerungsfrei, die Front des Autos folgt widerstandslos den Lenkbewegungen, selbst in engen Radien schiebt der BMW nur leicht über die Vorderräder. Ausbruchsversuche der Hinterräder sind kein Thema.
Golf muskulöser, Einser sparsamer
Das straffere Fahrwerk des Sportline und die 17-Zoll-Räder (Extra) befähigen den Golf, Kurven deutlich williger und schneller in Angriff zu nehmen als üblich. Ausuferndes Untersteuern verwandelt sich durch Gaswegnahme in ein Übersteuern. Allerdings können diese Lastwechselreaktionen bei Nässe durchaus bedrohliche Ausmaße annehmen, wobei die rettende ESP-Regelung reichlich spät kommt.
Was die Fahrleistungen betrifft, herrscht Gleichstand in der Beschleunigung. Dass einem der Golf dennoch muskulöser vorkommt (die Elastizitätswerte bestätigen es), liegt an der Auslegung der Sechsganggetriebe: Beim BMW ist der Sechste ein Schongang. Der Lohn: Im gemischten Testbetrieb einen um einen halben Liter günstigeren Verbrauch je 100 km.
So gesehen ist die kleine Verführung dann sogar vernünftiger, als es zunächst den Anschein hat. Noch vernünftiger ist freilich der Golf. Und deshalb sammelt er in diesem Vergleich auch die meisten Punkte.
Quelle
BMW macht Jagd auf die Kompaktklasse. Zur Klärung der Sachlage tritt der neue Einser mit Zweiliter-Vierzylinder-Motor und 150 PS gegen den gleich starken Bestseller von VW an, der von einem Benzindirekteinspritzer angetrieben wird.
Seinen ersten Treffer landet der viertürige Golf 2.0 FSI Sportline bereits beim Vergleich der Basispreise: Der VW setzt auf Vernunft und kommt auf 21.975 Euro, für den BMW – eher eine Verführung - muss man 1625 Euro mehr hinblättern.
Gleichstand herrscht dagegen bei Hubraum (zwei Liter), Leistung (150 PS) und Drehmoment (200 Nm). Umso größer der sichtbare Unterschied: Neben dem Golf kommt einem der fünf Zentimeter flachere Einser wie ein Coupé vor. Mit Folgen für den Innenraum: Wer hinten Platz nehmen muss, ist im BMW arm dran. Aber auch im vorderen Teil der Fahrgastzelle ist es eng. Dafür stimmt die Sitzposition, und so fühlt man sich doch gut aufgehoben.
Beim Einser heißt das Schlüsselwort Fahrdynamik, Frontmotor plus Heckantrieb die Zauberformel. Und schon die ersten Kurven überzeugen. Kurswechsel absolviert er nahezu verzögerungsfrei, die Front des Autos folgt widerstandslos den Lenkbewegungen, selbst in engen Radien schiebt der BMW nur leicht über die Vorderräder. Ausbruchsversuche der Hinterräder sind kein Thema.
Golf muskulöser, Einser sparsamer
Das straffere Fahrwerk des Sportline und die 17-Zoll-Räder (Extra) befähigen den Golf, Kurven deutlich williger und schneller in Angriff zu nehmen als üblich. Ausuferndes Untersteuern verwandelt sich durch Gaswegnahme in ein Übersteuern. Allerdings können diese Lastwechselreaktionen bei Nässe durchaus bedrohliche Ausmaße annehmen, wobei die rettende ESP-Regelung reichlich spät kommt.
Was die Fahrleistungen betrifft, herrscht Gleichstand in der Beschleunigung. Dass einem der Golf dennoch muskulöser vorkommt (die Elastizitätswerte bestätigen es), liegt an der Auslegung der Sechsganggetriebe: Beim BMW ist der Sechste ein Schongang. Der Lohn: Im gemischten Testbetrieb einen um einen halben Liter günstigeren Verbrauch je 100 km.
So gesehen ist die kleine Verführung dann sogar vernünftiger, als es zunächst den Anschein hat. Noch vernünftiger ist freilich der Golf. Und deshalb sammelt er in diesem Vergleich auch die meisten Punkte.
Quelle