[Gedanken] Das Böse...

Dark Harlekin
Jeden Tag wenn man die Nachrichten hört, die Zeitung aufschlägt oder einfach nur die Menschen beobachtet...man wird immer mit irgendeiner "bösen" Tat konfrontiert.
Von Nächstenliebe keine Spur, jeder denkt nur an seinen Profit und wenn es nicht anders geht werden die Konkurrenten aus dem Weg geräumt.

Sicher, das gehört zur menschlichen Natur, zu seinem Überlebensinstinkt. Aber was ist mit den Menschen, die aus Spaß oder aus Lust "böses" tun. Jemanden verletzen, ihn zu demütigen oder sogar zu töten. Schon im frühesten Mittelalter konnten viele menschen ihre "böse" Ader in den Folterkammern freien Lauf lassen.

Heutzutage ist es netürlich ungleich schwerer Menschen zu foltern ohne Konsequenzen. Doch es gibt unzählige andere Methoden sich mit der dunklen Seite auseinanderzusetzen.
Es fängt mit Videospielen an wo man oft "böse" Killer oder Verbrecher spielen kann und sich grosser Beliebtheit erfreuen. In vielen Filmen heutzutage istes nicht mehr leicht herauszufinden wer denn jetzt der "gute" ist und wer der "böse".

Viele Menschen wollen einen anderen Lebensstil geniessen, fern von Moral und Anstand, und sich lieber ihren dunklen Seite erliegen als der Guten.

Ihr seht worauf ich hier hinaus will. Warum? Warum ist die dunkle Seite verlockender als die helle? Ist es ,weil wir immer, jeden Tag und jede Minute an Gesetze und Morale gebunden sind? Ist es genetisch bedingt dass manche menschen zu Serienmördern werden. Ist es Erziehung oder persönliche Erfahrungen?

Ich hoffe dass ich euch zu einer guten Diskussion anregen konnte

So denn

(PS dank dir Joe, durch deinen Beitrag im "Satanismusthread" bin ich auf diese Idee gekommen großes Grinsen )
DerJordan
Vorab,
Ich denke das es falsch ist, auf Medien zu großen Wert zu legen.

Wenn ich heute einer alten Dame über die Straße helfe, weil sie mir leid tut und ich ein gutes Herz habe, sagt meine Mum, super Junge ich bin stolz auf dich.

Wenn jedoch ein Mensch, genau die selbe alte Dame mit Absicht überfährt, weiß es morgen die ganze Welt. Das böse ist einfach spektakülarer und seltener, und genau darin sehe ich den Grund warum sich manche Leute zu solchen Taten, wie du sie beschreibst, hinreißen lassen.

Anerkennung,Auffallen, was anderes tun, sich nicht anpassen etc.

Ich denke das der Mensch den Überlebenssinn verloren hat... sondern böse aus Enttäuschung, Verachlässigung oder traurig aber wahr, aus Spaß werden...
almac
Sehe es ähnlich, das gute ist noch öfters ind der Welt zu finden und wir werden jeden Tag damit in irgendeiner weise konfrontiert.
Es ist halt normal....
...jedoch ist das böse "unnormal" und man begegnet es meistens in Sendung oder Zeitschriften die gerne "den Skandal" bringen.
da wir sowas nicht jeden Tagbegegnen oder sehen, sind wir sehr interessiert daran...


...zumindenst sehe ich es so!
Rasy
Ich denke die Selbstmordattentäter sind hierfür ein gutes Beispiel... sie töten sich selbst, die Aufmerksamkeit ist, obwohl sie es selbst nicht mehr miterleben, sicher. Märtyrer und sterben fürs eigene Land und den Glauben. Für sie ist das zwar nicht direkt was verbotenes, aber naja.

Ich denke eigentlich genauso darüber wie ihr, das Böse ist für manche Menschen unheimlich verlockend, weil es halt etwas "Verbotenes" und anderes ist. So viele Menschen tun immer nur das richtige und warum? Weil es sonst fast unmöglich wäre in dieser Welt gemeinsam zu leben, geschweige denn in einer funktionierenden Gesellschaft. Das Böse überwiegt noch nicht, stellen wir uns mal vor, das Böse würde tatsächlich überwiegen, vielleicht wäre es dann auch möglich, das mehr über das Gute berichtet werden würde... .
Charon
Zitat:
Original von Dark
Das Böse...
Jeden Tag wenn man die Nachrichten hört, die Zeitung aufschlägt oder einfach nur die Menschen beobachtet...man wird immer mit irgendeiner "bösen" Tat konfrontiert...

Seit wir Menschheitsgeschichte kennen, bemüht man sich, Grausamkeitstriebe, das Böse, ständig wach zu erhalten, sie hoch zu züchten, sie zu vererben. Das Böse soll gar nicht ausgerottet werden, denn auf ihr beruht ja die gesamte Gesellschaftsordnung der Menschheit. Aus diesem Grunde wird alles gefördert, was die Grausamkeit im Menschen lebendig erhält. Ja ich möchte sagen, der Mensch ist das grausamste Tier, das die Evoulution hervorgebracht hat, ein Unfall in der Evolution. - Würden die Medien (Zeitungen usw.) es als ihre Aufgabe betrachten, Wege zur Kultur zu zeigen, dann könnte allerdings rasch Großes für die Höherentwicklung der Menschheit geschehen. Aber die Presse verbreitet nur die Zivilisation, und zwar jene Zivilisation, deren Erscheinungen man als Krieg, als Massenelend, als täglich -wiederkehrende Verbrechen u.ä.
Zitat:
Original von Rasy
Zitat:
Original von Dark
...was ist mit den Menschen, die aus Spaß oder aus Lust "böses" tun. Jemanden verletzen, ihn zu demütigen oder sogar zu töten. Schon im frühesten Mittelalter konnten viele menschen ihre "böse" Ader in den Folterkammern freien Lauf lassen... Warum? Warum ist die dunkle Seite verlockender als die helle?

Ich denke eigentlich genauso darüber wie ihr, das Böse ist für manche Menschen unheimlich verlockend, weil es halt etwas "Verbotenes" und anderes ist...

Das Böse ist, ganz genau, die Sünde . Das "Böse" gehört zum Wesen der Welt und alles Seins, genauso, wie etwa das "Gewicht" zur "Masse" oder die "Spannung" zur "Elektrizität" gehört.Wenn wir die Welt denken, müssen wir das Böse dazudenken, so wie wir zum Raum die Ausdehnung zur Zeit das Vorher und Nachher dazudenken. Das "Gute" ist nichts anderes als eine bestimmte Seite des Bösen, ein bestimmter Aspekt des Bösen von einem bestimmten Standort aus... Die Tendenz nach Gipfeln bedeutet den eigentlichen Inhalt alles Menschenlebens und der Weg dahin führt mehr über das "Böse" als über das "Gute". Und es ist das typisch und grundsätzlich Anti-Moralische, allem Regelhaften Widersprechende, aller Bevormundung, Umhürdung und Einschränkung Widersetzende. Es ist die Idee der Sünde, die den Menschen reizt. Je mehr Lust uns das Verbrechen schenken soll, desto dunkler und fürchtlerlicher muß es sein. Denn der Geist des Bösen ist der große Zauber. Und jede blühende Einbildungskraft zieht ohne Zweifel stets die außerodentliche Sache, das Böse, der Gewöhnlichen vor. Wie ein Mensch für seine Wanderung den rauhen, zerklüfteten Boden der Berge lieber wählt als die langweiligen Fußwege der Ebene.
Sünde und Heiligkeit, Krankheit und Gesundheit, Grauen und Beseligung, Qual und Lust sind Pole des Wirklichen, die in jedem kleinsten Stück der Welsubstanz untrennbar verschmolzen erscheinen und nicht voneinander zu isolieren sind. Das eben bedeutet Zweisinnigkeit alles Existierenden. Somit ist die "Sünde (Das Böse)" nicht in die Welt "gekommen", sondern sie war immer da und wird immer da sein, weil sie vom Wesen der Welt untrennbar ist. Augen rollen
Jim Morrison
Guter Beitrag Charon, der hat mir gut gefallen daumenhoch

Tag und Nacht, Geburt und Tod gehören zusammen wie gut und böse. Ohne Trauer könnten wir Freude nicht wirklich empfinden. Die Welt fließt im Gleichgewicht und als Ausgleich muss es eben auch das "Böse" geben. Eine Geburt ist gut und schenkt Leben, der Tod ist böse, aber wir brauchen ihn auch, denn ohne Tod würde in wenigen Jahren durch Überbevölkerung jegliches Ökosystem zusammenbrechen und die Resourcen der Erde wären bald aufgebracht.

Natürlich würde ich auch gerne auf Attentate und Terrorismus verzichten, aber oft genug scheint die Menschheit einen Denkzettel zu brauchen, um den Wert des Lebens wiederzuerkennen, das Geschenk des Lebens wieder neu zu würdigen. Man nehme zum Beispiel ein mißbrauchtes Kind. Solch eine Tat ist grausam und abgrundtief böse. Es kann die Psyche und das Leben dieses Kindes dauerhaft schädigen oder gar zerstören. Eine typische Folge im Umfeld ist allerdings, dass Eltern ihren Kindern öfter ihre Liebe zeigen, mehr mit ihnen reden und ihnen mehr Zeit widmen. Somit hat die Tat an sich auch gute Seiten. Selbst für das Kind kann es später positive Seiten haben, wenn es die Tat gut verarbeitet und das Grundmißtrauen gegen Menschen wieder durch Vertrauen ersetzen kann. Es wird als Erwachsener viel aufmerksamer durch die Welt gehen und wird Liebe immer intensiver empfinden.

Hach die Medien^^. Wäre auch ein herrliches Thema. Ich hab noch nie gelesen, dass die Bild Volker Finke zum Trainerdasein gratuliert hat. Eine kleine Anerkennung für 10 Jahre Trainer? Ne sowas liest man nicht. Aber der Rauswurf wird breitgetreten ohne Ende und plötzlich sind alle in Freiburg böse. Mit alltäglichen Meldungen kann man keine Auflage bekommen, es giert den Menschen nach dem außergewöhnlichen. Tja und einfach deshalb steht so viel Böses in den Zeitungen: Es ist außergewöhnlich!

Ist es nicht gut und absolut klasse, wenn man jeden Tag gesund aufstehen kann? Eigentlich ist jedem Menschen damit schon sehr viel Gutes widerfahren, daran sollten viele auch mal denken.
jules1
Ich denke, dass jeder Mensch eine dunkle...eine böse Seite hat; bei den einen schlummert sie ewig, bei den anderen bricht sie dann und wann heraus und wieder andere leben diese.

Es gibt sicher vieles, aber es gibt wohl keine geborenen bösen Menschen, - ein Serienmörder kommt nicht so auf die Welt...vielleicht bekommt er vieles "vererbt" was ihn aggressiv erscheinen lässt aber erst die Erfahrung und die Umwelt formt ihn...und lässt ihn Grenzen durchbrechen.

Das Böse lockt?

Ich weiss es nicht, ich denke die Macht lockt...und die denken manche eher zu erlangen, wenn sie sehr böse sind.

Vielleicht ist es so, dass ein "normaler" Mensch ein Gleichgewicht seiner guten und bösen Seite hat...und die weniger "normalen" oder labilen leichter aus diesem zu bringen sind.


jules