Christian72D
Meine Eltern wollen sich jetzt auch Schlangen zulegen.
Allerdings stellt sich uns jetzt die Frage, was für welche es sein sollen.
Deswegen gibt es vier Grundbedinungen:
- tagaktiv
- pflegeleicht (also für Anfänger geeignet)
- nicht sonderlich aggressiv
- Würgeschlange
Hat da jemand mal ein paar Tips? Alles was wir bisher gefunden hatten, paßte in der einen oder anderen Art nicht ins Schema.
Thylia
Hi Christian,
welche Schlangen hast Du bzw. habt Ihr Euch denn bisher angeschaut?
Die Kornnatter ist relativ pflegeleicht, ich hatte sie in einem anderen Thread schonmal vorgestellt.
| Zitat: |
Kornnatter
Elaphe guttata
Herkunft:
Die Kornnatter stammt ursprünglich aus dem Osten/Nordosten der Vereinigten Staaten sowie dem Nordosten Mexikos.
Sie bezieht ihr Revier gern in ausgehöhlten Bäumen oder tummelt sich unter Laubhaufen und Felsplatten.
Aussehen:
Die Grundfärbung des Rückens liegt zwischen Orange und Hellrot. Charakteristisch ist eine regelmäßige Fleckenzeichnung. Diese meist schwarz umrandeten Flecken variieren zwischen dunkelrot, orange und braun. An den Seiten und zum Schwanzende hin werden sie blasser und kleiner. Der Bauch der Kornnatter ist schachbrettartig von schwarzen bis blauglänzenden Flecken bedeckt. Der Bauch der Schlange ist meist weiß, zum Körperende hin wirken die Farben verwaschener.
Größe:
In der Regel erreicht die Kornnatter eine Länge zwischen 80 cm und 120 cm, möglich ist jedoch auch eine Länge von bis zu 190 cm.
Lebenserwartung:
Bei guter Haltung und Pflege können Kornnattern in Gefangenschaft zwischen 12 und 15, manchmal jedoch auch bis zu 20 Jahre alt werden.
Terrarienhaltung
Größe des Terrariums: Bei Einzelhaltung ca. 60 x 60 x 80 cm
Bodenbelag:
Am besten eignet sich ReptiBark.
Manche Unterarten der Kornnatter bevorzugen jedoch sandigen Bodenbelag. Hierzu befragt man am besten den Händler/Züchter.
Pflanzen:
Bei echten Pflanzen muss man damit rechnen, dass die Nattern diese aus den Töpfen wühlen. Kunststoffpflanzen können bedenkenlos eingesetzt werden. Diese sind auch leicht zu reinigen.
Da die Kornnatter eine Kletternatter ist, sollte man ihr ausreichend Klettermöglichkeiten anbieten. Hierbei ist darauf zu achten, dass Äste und Röhren fest im Terri installiert sind, damit es nicht zu Abstürzen kommt.
Temperatur (Luftfeuchtigkeit):
Tagsüber 24 – 28° C (50 – 60%)
Nachts 18 – 22° C (60 – 70 %)
Überwinterung:
Empfohlen zur Stärkung des Immunsystems und der Paarungsbereitschaft.
Beginn etwa ab Ende November, Dauer etwa drei Monate.
Futter:
Mäuse, junge Ratten
Bei frisch geschlüpften Jungtieren eignen sich am besten neugeborene Mäuse.
Fortpflanzung:
Sobald sich die Schlangen nach der Winterruhe zum ersten Mal gehäutet haben, beginnt die Paarungszeit. Das Männchen kriecht zur Begattung auf das Weibchen und bedeckt dessen Körper. Dann windet es seinen Schwanz um den Schwanz des Weibchens, um seine Kloake über ihre zu bringen und mit seinem Hemipenis einzudringen.
Im Laufe der Paarungszeit kommt es zu mehreren Paarungen.
Die Trächtigkeit dauert in der Regel vier Wochen.
Das Gelege umfasst ca. 10 – 20 Eier.
Wann die Jungschlangen schlüpfen, hängt von der Luftfeuchtigkeit und der Temperatur der Umgebung ab. Bei günstigen Bedingungen im Inkubator (Temperatur 27 - 30°C, Luftfeuchtigkeit 90 - 100%) schlüpfen die Jungen nach etwa ca. 80-90 Tagen).
Die Nachzucht in Gefangenschaft ist relativ einfach.
Die Kornnatter ist für Anfänger besonders zu empfehlen, da sie schnell zahm wird und einfach zu halten ist. |
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Gruß,
Thylia
Christian72D
| Zitat: |
Original von Thylia
Die Kornnatter ist relativ pflegeleicht, ich hatte sie in einem anderen Thread schonmal vorgestellt. |
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Kornnattern habe ich selbst vier Stück, allerdings sind diese ja eher dämmerungsaktiv.
Da meine Eltern aber das Glück haben, daß sie nicht mehr arbeiten müssen, würden sie lieber eine Schlange haben, die auch tagaktiv ist, damit sie mehr von dem Tier/den Tieren haben.
Im Moment bin ich mal bei der (rauhen) Grasnatter hängengeblieben, die hatte mir damals auch schon gefallen und was ich so lese klingt sehr gut.
Spitzkopfnattern gefallen meinen Eltern auch sehr gut, allerdings steht überall geschrieben, daß diese oftmals ziemlich aggressiv sein sollen.
Baumschnüffler sind da NOCH extremer, zudem gibts dort das Problem, daß diese fast täglich zusätzlich im Terrarium mit warmem Wasser besrüht werden sollten.
Christian72D
Mhhh, ne, noch nicht so wirklich...
Die absolute Mehrheit schon wohl wirklich dämmerungsaktiv zu sein...
Aber wenn ich mir ansehe, wie meine vier im Moment den halben Tag durchs Terra ziehen, dann macht das auch wenig Unterschied.