Mmhhh...
Mit meiner ersten Liebe, sagen wir mal, dem ersten Menschen, in den ich mich heftig verliebt habe (ich war 16) bin ich nicht wirklich zusammengekommen. Er war zwei Jahre älter, suchte wohl gezielt Mädchen, die schon 'praktizierten'. Dass lief mit der damals noch sehr sehr braven und biederen Hexe aus gutkatholischem Hause gar nicht. Wir haben uns ein paar Mal getroffen, er mit dunklem Haar und Hundeblick. Dann war er plötzlich mit einem anderen Mädchen zusammen, eine damals als 'Schlampe' (naja) in meiner Herkunftskleinstadt bekannten Person.
Wir haben uns ab und an mal zufällig gesehen, es wurde deutlich, dass er seine Erstentscheidung etwas bereut hat. Seine Briefe - auf Rechenkästchenpapier aus dem Kollegblock, voller Poesie und sehr sehr tiefschürfend - habe ich lange aufbewahrt. Müssten noch irgendwo sein...
Es folgten Teenie-Freundschaften (mehr als Küssen und Petting war nicht, die biedere Hexe, ich sagte es bereits...) bevor ich dann eine wilde aber kurze Affäre mit einem wesentlich älteren Mann einging, der die Hexe auch 'knackte'.
Es folgte meine erste Ehe, viel zu jung geschlossen, mit einem Menschen, der auf den ersten Blick zu mir passte, auf Strecke jedoch dann absolut nicht mehr. Bei mir ging es ständig aufwärts, Examen folgte auf Examen, Karriereschritte usw., bei ihm NIXE. Null Ehrgeiz, Null Bildungsanspruch usw. Bis heute habe ich noch eine gewisse Fernsehallergie (meistens, nicht immer), da bei ihm, insbesondere in den letzten Jahren unserer Ehe, STÄNDIG die Glotze lief. Unerträglich. Ich kriege jetzt noch den Hass...
Kurzbeziehungen lasse ich jetzt mal weg.
Groß geliebt, und damit kommen wir zur wohl ersten wirklich ganz großen Liebe, habe ich dann einen Mann, den ich während meiner ersten Ehe beruflich kennenlernte, und mit dem ich,nachdem wir uns sechs Jahre hungrig umkreist haben, schließlich auch im Bett gelandet bin. Eine wilde, wilde Zeit, die immerhin dazu führte, dass ich den Schwung fand, aus meiner schon Jahre völlig daniederliegenden Ehe mit einem trägen, dümmlichen Menschen

auszubrechen, mich zu trennen.
Mit dieser Liebesgeschichte habe ich 2004 und 2005 hier alle genervt,
sie führte mich damals zu almac.
Ich schaffte den Absprung von diesem wilden, leidenschaftlichen, aber auch bindungsunfähigen und letztlich gesellschaftlich-bildungsmäßig nicht ganz adäquaten Menschen, der aber bis heute als frecher Kobold in meinem Hirn und Herzen sitzt. Wir haben freundschaftlichen Kontakt. Er versucht es immer wieder mal, hat aber null Chance bei mir. Dafür respektiere ich meinen jetzigen Mann viel zu sehr.
Ende 2004 lernte ich meinen jetzigen, wunderbaren Ehemann kennen, den ich über alles liebe.
Die zwischen uns bestehenden Bande und Gefühle sind einzigartig und völlig unvergleichlich. Insofern (er)lebe ich jetzt die große Liebe meines Lebens. Er ist mein Leben.
Durch diese Liebe bin ich innerlich ruhig geworden, habe meinen Frieden gefunden - und das bei einem ziemlich wilden Hexenleben MIT diesem wunderbaren Mann!
Hexe