Waschi
Hallo zusammen !
Bin seit Montag wieder Single. Meine Freundin hat nach fast 1 1/2 Jahren
die Beziehung beendet.
Grund: Ihre Tochter, 8 Jahre ist unglücklich
mit der Situation ( eigentlich sind wir gut ausgekommen ); die Mutter verzichtet jetzt auf Ihr Leben mit mir zusammen ( Liebe, Glück ) zum Wohle Ihrer Tochter !
Ich weiß das mich die Mutter immer noch liebt, genauso wie ich Sie; aber was soll ich machen ? Habe ich gegen die Liebe einer Mutter zu Ihrer Tochter eine Chance ? Glaube nicht :-((
Hat von euch so etwas schon erlebt ? Oder irgendeine Idee, wie wir zu Dritt
glücklich werden können ?
Ich vermisse und liebe die zwei wahnsinnig und die ganze Situation macht mich völlig fertig ! :-(
Danke. LG Christian
sageslaut2002
Hallo Waschi,
ich habe nicht viel Zeit, darum kurz u. knapp....und wohl leider nicht das was du lesen möchtest.
Eine normal liebende Mutter stellt ihr Wohl immer unter das des Kindes. Hat sie den Eindruck, wie auch immer, ihr Kind ist unglücklich, kommt mit irgendetwas nicht klar, auch wenn es sich um einen Partner handelt den sie liebt, wird sie sich immer für das Wohlergehen, die positive Entwickling ihres Kindes entscheiden.
Ich zumindest hätte da nie lange gezögert. Vorausgesetzt ich merke mein Kind ist reell unglücklich u. nicht nur bockig.
Ganz schlimm ist es für eine Mutter zwischen zwei Lieben zu stehen, sprich Partner / KInd. Sie leidet, aber sie wird ihr Kind nicht leiden lassen. Jede Mutter will ihr Kind glücklich sehen.
Für den Moment sehe ich da für dich wenig Chancen. Liebt ihr euch aber wirklich, wer weiss was in einem halben Jahr ist, vielleicht vermisst dich das Kind ja sogar.
sages!
jules1
Hallo Waschi...
wie verliefen denn die eineinhalb Jahre?
Habt Ihr zusammen gewohnt? Wie war Dein Verhältnis zu der Tochter?
Lieben Gruss
jules
Waschi
Hallo Jules.
Erstmal danke für die schnelle Reaktion.
Eigentlich verliefen die 1 1/2 Jahre sehr gut. Klar war es mit der Kleinen ein Kampf; aber ich denke sie hat mich nicht akzeptiert, hat aber auch alles getan um mich zu ärgern und hat auch nie auf mich gehört, auch wenn es die Mutter vorher so gesagt hatte; die kleine war von anfang an eifersüchtig und wollte die Mutter für sich alleine !! Sie hätte alles dafür getan, um uns auseinander zu bringen !
Wir haben aber auch viel zusammen unternommen; dort verlief aber alles sehr harmonisch ! Es ist wirklich sehr schade, hatte wirklich gehofft, daß sich das irgendwann löst; war aber wohl nicht so ! :-(
Ich vermisse Sie so sehr.
LG Christian
PS: Nein wir haben nicht zusammen gewohnt; wenn ich aber bei Ihr war hat die kleine fast immer in unserem bett geschlafen !
jules1
Hm...und wie genau kam es jetzt zur Trennung?
Was war der Auslöser?
Waschi
Sie hat die Beziehung einfach beendet ! Zum Wohle und zum Glück Ihrer Tochter !
Ich habe aber mit der Mutter weiterhin Kontakt; allerdings geheim ! Ich will Sie beide einfach nicht verlieren ! :-(
Gruss Waschi
Waschi
Danke für diese ehrlichen Worte.
Ich denke ähnlich darüber. Wobei es vielleicht auch starke Eifersucht war die ein 8 jähriges Kind dazu treibt, solche geschütze auszufahren. Ich denke, daß sie sehr bockig war und eigentlich nicht wirklich unglücklich !
Ich treffe mich mit der Mutter geheim weiter. Wir wollen beide nicht unglücklich sein und wir lieben uns ! Ist das falsch ?
Aber wer weiß, was in einem halben Jahr ist !??
Danke LG Waschi
Priamos
Hallo Waschi,
ich kann mir gut vorstellen das du dich nicht gut fühlst im Moment.
Aber du schreibst viele "vielleichts" hier rein im Bezug auf das Verhalten der Kleinen. Habt ihr mal Alle zusammen am Tisch gesessen und über eure Gefühle, Gedanken geredet? Das ist sehr sinnvoll finde ich, gerade weil man so immer mal reinen Tisch machen kann und es das Zusammenleben erleichtern kann.
Wenn man eine Frau mit Kind oder Kindern als Lebenspartnerin wählt, nimmt man nie nur die eine Person in sein Leben - immer Alle. Deshalb finde ich es wichtig Dies daran auch fest zu machen - eine andere Wahl gibt es leider nicht.
Vielleicht kann ja die Mutter immer mal wieder mit der Kleinen reden, generell und über dich, um so möglicherweise die Gründe zu erfahren warum sie so gegen dich gekämpft hat. Vielleicht können so vorhandene Ängste und Missverständnisse gelöst werden. Die Kleine darf keine Angst haben das du ihr die Mutter als Person wegnimmst - machst du ja auch nicht, du liebst die Mutter als Frau. Das muss sie lernen - aber sie muss es auch lernen wollen.
Wer weiß, was in einem halben Jahr ist - Wenn ihr der Kleinen nicht behutsam ihre Ängste nehmt, nicht viel mehr als jetzt.
Denke immer daran, es ist ein Kind und deshalb kann es nicht immer gleich mit allen Situationen umgehen. Ihr seid erwachsen und schöpft aus tieferen Brunnen von Verständnis und Erfahrungen.
VG - Priamos
Rose_Cassidy
Sorry, dass ich mich einmische ... aber welches Problem hat die Kleine denn genau mit dir? Hat sie das mal in Worte gefasst?
Waschi
Hallo !
Sie hat es mir gegenüber nie in Worte gefasst ! Sie hat es mich allerdings spüren lassen ! :-( Sie hat sich aber auch nichts sagen lassen, auch nicht wenn ich es sehr behutsam angefangen habe !
Ich kann dir auch nicht sagen, was Sie Ihrer Mutter erzählt hat. Aber dies versuche ich noch rauszufinden !
Ich denke aber das sie nicht wirklich ein Problem mit mir hat; nur ihre Mutter für sich alleine haben wollte ! Sie ist ein sehr schlaues Mädchen und weiß genau was sie macht !
Danke. LG Waschi
Priamos
Hallo Waschi,
das klingt so, als hättet ihr euch niemals zusammengesetzt und darüber geredet, oder?
Um etwas ändern zu können muss man die Gründe kennen, ansonsten fischst du immer an der Oberfläche des Problems und nicht an den Wurzeln.
Wie hast du denn reagiert wenn sie sich dir gegenüber so ablehnend oder auch aufmüpfig war?
VG - Priamos
Waschi
Du hast recht. Wir haben uns nei zusammengesetzt und darüber geredet. :-(
Die Entscheidung haben die zwei alleine getroffen.
Wenn die Kleine bockig wurde, habe ich mich ganz ruhig verhalten; ich bin nicht auf Konfrontation gegeangen; hätte auch nicht gebracht !!
Die Kleine macht auch jetzt alles um Ihrer Mutter zu zeigen daß es ihr jetzt besser geht ! Sie liest freiwillig und ist überhaupt nicht zickig ! War sie auch der Mutter gegenüber, wenn ich nicht da war !!
LG Waschi
Thylia
Hallo Waschi,
Du hast oben nicht beschrieben, warum Deine (Ex)Freundin mit dem Kind allein ist. Wo ist der Vater?
Vielleicht hängt die "Bockigkeit" des Mädchens ja auch damit zusammen, dass sie Dich schon gut leiden kann, aber Angst hat, dass Du irgendwann gehst und sie wieder mit einem Verlust klarkommen muss. Kinder haben da auch schon ganz ausgeprägte Selbstschutzmechanismen, das weiß ich als mehrfaches Scheidungskind aus eigener Erfahrung.
Es klingt zwar paradox - aber was ich selbst verursache (in dem Fall die Trennung) tut mir nicht so weh wie etwas, das mich überrascht, verstehst Du, was ich meine?
Ein klärendes Gespräch mit dem Kind muss her. Du schriebst ja selbst, dass die Kleine nicht auf den Kopf gefallen ist, sie wird schon irgendwann dahinterkommen, dass Du und Deine Freundin weiterhin Kontakt habt und Euch trefft. Dann ist auch das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter durch diesen "Betrug" getrübt und eine Basis für einen Neuanfang noch unwahrscheinlicher.
Einen lieben Gruß,
Thylia
Wildkatzee
Hallo Waschi,
komme erst jetzt dazu mal, was in Ruhe zu Deinem Thema zu schreiben. Gelesen hatte ich es schon und mir auch meine Gedanken gemacht.
Ganz klar ist, wenn eine Mutter sich entscheiden muss zwischen ihrem Liebesglück und das Glück des eigenen Kindes, dann steht das Wohl des Kindes im Vordergrund und man verzichtet als Mutter auf sein Glück - auch wenn es schwer fällt.
Kann dies so schreiben, weil ich selber schon in der Situation war, dass mein Sohn jemanden absolut nicht leiden konnte und es da sehr schwierig gewesen wäre, eine Beziehung aufzubauen. Ich bin nun schon seit Mai 06 getrennt und lebe mit dem Junior seit August 06 alleine. Allerdings ist er schon 14 und ich kann gut mit ihm über alles reden und er sagt auch immer, dass alles meine Entscheidung sei - aber für mich ist es sehr wichtig, dass er sich mit meinem neuen Partner versteht, sonst könnte ich nicht uneingeschränkt glücklich sein.
Bei Dir sind aber wirklich noch einige Fragen offen:
Was ist mit dem Vater des Kindes?
Gibt es regelmäßigen Konakt zu ihm oder gar keinen und die Kleine hat wirklich so eine Art Schutzmechanismus aufgebaut um gefühlsmäßig nicht enttäuscht zu werden.
Was ganz wichtig ist, ist Offenheit zwischen Dir und Deiner Freundin. Wenn die Kleine wirklich so rumbockt und Ihr dadurch nichts gemeinsam machen könnte, dann müßtet Ihr überlegen, ob es Zeiten gibt, wo die Kleine nicht da ist (z.B. bei Oma oder Freunden oder eben regelmäßig bei Papa) und Ihr da gemeinsam Zeit miteinander verbringt. Allerdings sollte auch der Kleinen gegenüber Offenheit herrschen, d.h. ihre Mutter sollte ihr schon sagen, dass Du weiterhin eine große Rolle in ihrem Leben spielst und Ihr Euch auch weiterhin sehen werdet.
Es ist wirklich schwierig hier die Balance hinzubekommen. Dies geht nur mit vielen Gesprächen zwischen Euch Beiden, Offenheit der Kleinen gegenüber und zur Not vielleicht auch eine Familienberatung, die einem helfen können und Wege zeigen, wie es am besten ist für alle Beteiligten und natürlich ganz besonders für die Kleine.
Waschi
Guten Morgen zusammen.
Vielen Dank für die zahlreichen Beiträge.
Also ganz von vorne; die Mutter hat sich vom leiblichen Vater nach einem halben Jahr getrennt. Allerdings haben der Vater und die Kleine immer noch Kontakt, aber das ist gut so; wollte ja nicht die Vaterrolle, sondern ein Freund sein !
Nach der Trennung kam ein Mann, mit dem sie sechs Jahre zusammen war; die Kleine ist mit ihm aufgewachsen und es war der zweite Papa ! Als die Beziehung auseinander war, bin ich ca. 3 Monate später in ihr Leben getreten.
Schon nach kurzer Zeit habe ich es zu spüren bekommen. Die Kleine machte mich dafür verantwortlich, daß sie ihren zweiten Papa verloren hat ( sie haben keinen Kontakt mehr ). Jetzt hat sie nur noch Mama und die will sie ganz für sich !
Die Eifersucht habe ich immer gespürt; wir hatten allerdings alles unternommen um ihr zu erklären, daß ich sie nicht wegnehme und das ich ein guter Freund sein will; hat wohl nicht funktioniert ! :-( Letztendlich hat sie sich durchgesetzt !!
Ich vermisse Sie sooo sehr und ich liebe beide !
Grüsse Waschi
Priamos
Hallo Waschi,
das ist natürlich immer eine schwierige Sache, wenn sich Kinder von dem Einen auf den Anderen Mann umstellen sollen und damit zu akzeptieren das Dies nun der Mann ist der an Mamas Seite steht. Erst war da der leibliche Papa, bei der Trennung war sie ja noch sehr jung - die längste Zeit ihres Lebens verbrachte die Kleine mit dem 2. Mann als "Vaterfigur". Der ist auch gegangen und sie hat noch nicht einmal Kontakt zu ihm und dann kamst du. Ein riesiges Durcheinander in einer jungen Seele. Warauf begründet sich denn dieser Kontaktabbruch, wenn ich das fragen darf?
Was mir auch auffällt, in deinen Beiträgen, du erzählst immer nur wie du mit der Kleinen im Klinsch liegst. Was macht die Mutter denn? Redet sie mit ihr, sagt sie ihr das sie dich liebt, das sie keine Angst zu haben braucht, etc.. ?
Zum Klären der Situation sind Alle gefordert. Jeder von Euch hat Wünsche, Ansprüche, Vorstellungen - erkannt und respektiert können Diese nur durch gemeinsames Reden werden.
Du brauchst nicht aufzugeben, meiner Meinung nach. Die ganze Situation ist an einer ganz bestimmten Stelle festgefahren, nämlich da wo Kommunikation und damit verbunden Verständnis fehlt. Wer nicht redet kann kein Verständnis finden.
VG - Priamos
Wildkatzee
Das war natürlich für die Kleine in sehr kurzer Zeit ein sehr schneller Wechsel. Da gibt es den richtigen Papa - dann 6 Jahre einen "Ersatzpapa" und nun gibt es den nicht mehr und dann 3 Monate später wird sie mit jemand Neues konfrontiert. Dies ist für so eine kleine Kinderseele einfach zuviel.
Da kommen die Verlustängste, wenn sie sich jetzt auch an Dich gewöhnt, Dir Gefühle entgegenbringt und dann aufeinmal bist Du vielleicht auch nicht mehr da. Also ab in die Schutzhülle und auf Abwehr gehen - auch wenn Ihr vielleicht schöne Unternehmungen macht und ihr das auch Spaß macht - aber in ihren Augen kann dies doch von heute auf morgen vorbei sein.
Also hier ist viel Zeit, Fürsorge, Einfühlungsvermögen, Offenheit und Geduld gefragt.
Da Du die Beiden liebst, mußt Du Euch die Zeit geben und auch die Möglichkeit, dass hier was Neues entsteht.
Wichtig ist aber auch was die Mutter dazu sagt und wie sie sich in solchen Situationen verhält, wenn die Kleine auf Abwehr geht.
Ganz klar ist aber auch, wenn sie sich entscheiden muss zwischen Euch Beiden, dann steht das Kind an erster Stelle.
Priamos
Hallo Waschi,
na, wie geht es dir inzwischen?
Hast du mal mit deiner Freundin über die Situation reden können und was ihr 2 so für die Zukunft plant?
Würde mich freuen mal wieder etwas von Dir zu lesen.
Gruss - Priamos