DuDa
Eigentlich weiss ich gar nicht so recht was ich hier soll, weil eigentlich alles glasklar ist. Da niemand wirklich gerne lange Texte ließt, versuche ich mich kurz zu halten und es trotzdem verständlich rüber zu bringen.
Nach vielem hin- und her haben wir am Dienstag (nach einem der ungezählten morgentlichen Streitigkeiten) beschlossen uns zu trennen. Wir waren 4,5 Jahre zusammen. Wir kennen uns bereits seit 10 Jahren und er war - bis wir zusammen kamen - mein bester Freund. Unsere Beziehung entstand unter den schlimmstmöglichen Bedingungen: Ich war mir seinem Freund zusammen, wir begannen eine Affaire und ich wurde von ihm schwanger.
Was ich damit sagen will, ist, dass es eigentlich keine "verliebtheitsphase" von seiner Seite gab und mich diese Tatsache immer fast zur Verzweiflung trieb.
Ich habe Kinder aus meiner Ehe, die er sehr liebt und wir haben einen gemeinsamen Sohn. Als Vater verleihe ich ihm einen Orden (er ist der beste Vater den man sich für sein Kind wünschen kann), aber als Partner ist er 'ne Zumutung.
Er erfüllt alle männlichen Klischees die man sich denken kann, aber er hat unzweifelhaft Tugenden, die mehr als liebenswert sind.
Unsere Diskussionen drehten sich in den vergangenen Jahren im Kreis. Wir warfen uns eigentlich immer die gleichen Dinge vor, änderten uns dann mal eben kurzfristig, um innerhalb kürzester Zeit wieder in alte Muster zu verfallen.
Er ist ein Mensch der viel Zeit und Raum für sich braucht und den ich ihm zugestand. Er bat um Verständnis, dass er nach der Arbeit eine Stunde zur U-Bahnstation spaziert, weil er den ganzen Tag Menschen um sich habe und einfach runter kommen muss, bevor er nachhause kommt. Mein Verständnis hielt sich in Grenzen, aber es war klug ihm diese Zeit zu geben. Es wäre nur schön gewesen, er hätte in dieser Zeit kein Bier gebaucht um sich auf den Abend zuhause vorzubereiten.
Er hat mir nie gesagt das ich er mich liebt, nur " Ich Dich auch", wenn ich es ihm sagte.
Vor 1,5 Jahren fing ich nochmal an zu studieren. Studium und Kids sind 'ne harte Nummer und es bleibt so manches unerledigt, was man auf's Wochenende verschieben muss. Alle halten mich für "Superwoman" und er glaubt das sein Arbeitstag 10x so anstrengend sei wie meiner (O-Ton).
Wir haben uns immer mal wieder für einige Tage oder Wochen räumlich getrennt und waren nach solchen Pausen nicht nur (kurzfristig) total geil aufeinander, sondern verstanden uns einfach nur super und hatten - bis zur nächsten Eskalation - eine großartige Zeit.
Ich liebe diesen Mann mehr als man mit Worten beschreiben kann und jede Minute ohne ihn kommt mir wie Lebenszeitverschwendung vor. Ich weiss, er wird mir nie das geben können was ich eigentlich verdiene, andererseits bin mir auch davon überzeugt, dass da draußen kein anderer Mann rumrennt, der soviele einmalig wundervollen Eigenschaften in sich vereint.
Würde ich heute zu ihm gehen und ein Gespräch beginnen, weiss ich, dass wir wieder zusammen kämen und nach Lösungen für unsere Probleme suchen würden. Während solchen Gesprächen hatten wir immer supergute Ideen und setzten diese dann nicht um. Natürlich dauert es nicht lange bis man merkt, dass man sich mal wieder zuviel vorgenommen hat und fällt in noch größere Depressionen.
Ich weiss, dass klingt alles total konfus, aber es entspricht auch genau dem was ich zur Zeit fühle. Ich fühle mich leer und durcheinander.
In wenigen Stunden kommt er und bringt unser Kind. Als er ihn gestern abholte, habe ich in seiner Gegenwart angefangen zu weinen. Hätte ich nicht tun müssen, ich habe in 4 Tagen 5 Kilo abgenommen und sehe aus wie ein Zombie.
Wenn ich an Weihnachten denke wird mir schlecht.
Nun ist es doch ziemlich lang geworden, aber trotzdem danke für's zuhören!
D.
Nachtrag (3 Stunden (?) Stunden) später:
Alles Lüge! Ich mache mir was vor!
Grade hat er unseren Sohn wiedergebracht. Es tat so gut ihn zu sehen. Ich hatte solche Sehnsucht nach ihm und habe...Blödsinn gemacht und ihn wohl unterschätzt.
Nein, er würde nicht (wie oben geschrieben) nochmal mit mir drüber reden wollen und es wieder probieren.
Ich war verzweifelt und versuchte ihn spontan in den Arm zu nehmen als er gehen wollte. Er hat sich gewehrt und ging.
Meine klaren Worte von Dienstag sind Schnee von gestern. Ich will diesen Mann zurück. Wo ist die Einsicht hin, dass es eh nie funktioniert hätte? Wollte ich Spielchen spielen?
Mir tut alles weh. Ich kann nichtmal weinen vor Ohnmacht.
Im Zimmer über mir spielen meine Kinder. Wären sie nicht da würde ich größeren Blödsinn machen...
Ich weiss, die Zeit heilt diesen Schmerz. Die Vorstellung, dass er mir irgendwann irgendwie fremd sein wird tut weh.Darf ich ihn wirklich nie wieder berühren?
Wenn ich ihn nur für eine Weile nicht sehen müsste.
Dieser Schmerz macht Wahnsinnig im wahrsten Sinne des Wortes.
Ich dreh' durch...
Nach vielem hin- und her haben wir am Dienstag (nach einem der ungezählten morgentlichen Streitigkeiten) beschlossen uns zu trennen. Wir waren 4,5 Jahre zusammen. Wir kennen uns bereits seit 10 Jahren und er war - bis wir zusammen kamen - mein bester Freund. Unsere Beziehung entstand unter den schlimmstmöglichen Bedingungen: Ich war mir seinem Freund zusammen, wir begannen eine Affaire und ich wurde von ihm schwanger.
Was ich damit sagen will, ist, dass es eigentlich keine "verliebtheitsphase" von seiner Seite gab und mich diese Tatsache immer fast zur Verzweiflung trieb.
Ich habe Kinder aus meiner Ehe, die er sehr liebt und wir haben einen gemeinsamen Sohn. Als Vater verleihe ich ihm einen Orden (er ist der beste Vater den man sich für sein Kind wünschen kann), aber als Partner ist er 'ne Zumutung.
Er erfüllt alle männlichen Klischees die man sich denken kann, aber er hat unzweifelhaft Tugenden, die mehr als liebenswert sind.
Unsere Diskussionen drehten sich in den vergangenen Jahren im Kreis. Wir warfen uns eigentlich immer die gleichen Dinge vor, änderten uns dann mal eben kurzfristig, um innerhalb kürzester Zeit wieder in alte Muster zu verfallen.
Er ist ein Mensch der viel Zeit und Raum für sich braucht und den ich ihm zugestand. Er bat um Verständnis, dass er nach der Arbeit eine Stunde zur U-Bahnstation spaziert, weil er den ganzen Tag Menschen um sich habe und einfach runter kommen muss, bevor er nachhause kommt. Mein Verständnis hielt sich in Grenzen, aber es war klug ihm diese Zeit zu geben. Es wäre nur schön gewesen, er hätte in dieser Zeit kein Bier gebaucht um sich auf den Abend zuhause vorzubereiten.
Er hat mir nie gesagt das ich er mich liebt, nur " Ich Dich auch", wenn ich es ihm sagte.
Vor 1,5 Jahren fing ich nochmal an zu studieren. Studium und Kids sind 'ne harte Nummer und es bleibt so manches unerledigt, was man auf's Wochenende verschieben muss. Alle halten mich für "Superwoman" und er glaubt das sein Arbeitstag 10x so anstrengend sei wie meiner (O-Ton).
Wir haben uns immer mal wieder für einige Tage oder Wochen räumlich getrennt und waren nach solchen Pausen nicht nur (kurzfristig) total geil aufeinander, sondern verstanden uns einfach nur super und hatten - bis zur nächsten Eskalation - eine großartige Zeit.
Ich liebe diesen Mann mehr als man mit Worten beschreiben kann und jede Minute ohne ihn kommt mir wie Lebenszeitverschwendung vor. Ich weiss, er wird mir nie das geben können was ich eigentlich verdiene, andererseits bin mir auch davon überzeugt, dass da draußen kein anderer Mann rumrennt, der soviele einmalig wundervollen Eigenschaften in sich vereint.
Würde ich heute zu ihm gehen und ein Gespräch beginnen, weiss ich, dass wir wieder zusammen kämen und nach Lösungen für unsere Probleme suchen würden. Während solchen Gesprächen hatten wir immer supergute Ideen und setzten diese dann nicht um. Natürlich dauert es nicht lange bis man merkt, dass man sich mal wieder zuviel vorgenommen hat und fällt in noch größere Depressionen.
Ich weiss, dass klingt alles total konfus, aber es entspricht auch genau dem was ich zur Zeit fühle. Ich fühle mich leer und durcheinander.
In wenigen Stunden kommt er und bringt unser Kind. Als er ihn gestern abholte, habe ich in seiner Gegenwart angefangen zu weinen. Hätte ich nicht tun müssen, ich habe in 4 Tagen 5 Kilo abgenommen und sehe aus wie ein Zombie.
Wenn ich an Weihnachten denke wird mir schlecht.
Nun ist es doch ziemlich lang geworden, aber trotzdem danke für's zuhören!
D.
Nachtrag (3 Stunden (?) Stunden) später:
Alles Lüge! Ich mache mir was vor!
Grade hat er unseren Sohn wiedergebracht. Es tat so gut ihn zu sehen. Ich hatte solche Sehnsucht nach ihm und habe...Blödsinn gemacht und ihn wohl unterschätzt.
Nein, er würde nicht (wie oben geschrieben) nochmal mit mir drüber reden wollen und es wieder probieren.
Ich war verzweifelt und versuchte ihn spontan in den Arm zu nehmen als er gehen wollte. Er hat sich gewehrt und ging.
Meine klaren Worte von Dienstag sind Schnee von gestern. Ich will diesen Mann zurück. Wo ist die Einsicht hin, dass es eh nie funktioniert hätte? Wollte ich Spielchen spielen?
Mir tut alles weh. Ich kann nichtmal weinen vor Ohnmacht.
Im Zimmer über mir spielen meine Kinder. Wären sie nicht da würde ich größeren Blödsinn machen...
Ich weiss, die Zeit heilt diesen Schmerz. Die Vorstellung, dass er mir irgendwann irgendwie fremd sein wird tut weh.Darf ich ihn wirklich nie wieder berühren?
Wenn ich ihn nur für eine Weile nicht sehen müsste.
Dieser Schmerz macht Wahnsinnig im wahrsten Sinne des Wortes.
Ich dreh' durch...
- um dir unter gewissen Umständen einen Rat zu holen, da du dir vielleicht uneins mit dir selber bist.