plofre
Hallo, Leute!
Gestern kommt mein Sohn nach Hause mit der Mitteilung, er sei von seiner Firma gekündigt worden. Einvernehmlich. Sie haben keine Arbeit mehr für ihn.
Na Bravo! Ich weiß, das ist kein Einzelschicksal in Zeiten wie diesen. Aber man bleibt halt bis an sein Lebensende Vater und macht sich Sorgen um den Nachwuchs.
Was ist das für eine (Sau-)Wirtschaft, die junge Leute auf die Straße setzt? Da muss doch der Wurm drin sein!
Ich weiß, ihr könnt weder mir und schon gar nicht ihm helfen, aber ich musste das mal wo loswerden.
Grüßle
plofre
almac
Ja sowas ist echt bedrückend....das schlimme daran ist das die Politiker eher an ihre Taschen denken an statt an unsere!
Ich denke in unserer Zeit muß jeder um seinen Job bangen, entweder wird die Firma verkleinert oder sie geht pleite, nur den ganz grossen Firmen geht noch gut.
plofre
Hi, almac!
Wie groß würdest du den Siemens-Konzern einschätzen (Siemens Österreich in dem Fall). Dort ist mein Sohn nämlich rausgeflogen, obwohl er bis vor kurzem an einem Erneuerungsprojekt für die Wiener Fernheizwerke mitgearbeitet hat.
Ich glaube, den großen Firmen gehts auch nicht mehr gut.
plofre
almac
Hast recht Siemens gehört immer noch zu den ganz grossen.
Was ich mich dann frage, wieso machen diese Unternehmen immer noch Milliarden Umsätze und schreiben schwarze Zahlen, wenn es denen so schlecht geht?
Ach ja , hab vergessen sie haben ihren Vorjahresgewinn nicht übertroffen und deshalb geht es denen auch schlecht!!
Sorry aber auf sowas reagiere ich immer etwas böse,
die dicken Firmen machen plus und so weiter, aber um zu sparen wird der kleine Angestellte rausgeschmissen, vielleicht sollten mal die reichen Manager bischen auf ihr Gehalt verzichten, das würde garantiert 5 Arbeitsplätze retten.
Nephthys
Hallo plofre,
ja es bleibt wirklich keiner Verschont... zu Siemens in Deutschland(München) können sie alle 3 Monate zittern anfangen dann werden wieder ein paar Stellen wegrationiert ich denke das ist die Methode die Siemens schwarze Zahlen schreiben lässt. Ne Bekannte von mir arbeitet auch dort und bibbert immer zu diesen Terminen es werden praktisch 10 ausgestellt und ein neuer wieder ein. Saustall! Aber nicht nur bei den großen Firmen ist das so die kleinen schreiben oft alles auf den Partner werden dann Gesellschafter und fahren den Betrieb in die Insolvenz... Ruin dann kann ihnen keiner mehr was nehmen und die Mitarbeiter die schon lange dort gearbeitet haben bekommen nicht mal eine Abfindung! Schlimm geht’s bei uns zu! Aber solange Politik und Wirtschaft solche Möglichkeiten bietet wird es wahrscheinlich auch nicht besser werden.
gruß Neph
Little
hallo profe
Auch ich habe das problem zwar habe ich eine Arbeitsstelle und dem Unternehmen geht es so weit gut aber leider hat mein Mann keine Arbeit.... Er sucht schon fast über ein jahr. Überall wird leider gespart... Ich hoffe auch noch das sich langsam wieder die Wirtschaft ein bischen erholt denn langsam kann ich auch nicht mehr unter dieser Situation leben...
Momentan finde ich alles wieder zum kotzen...
Die Politiker sollten mal ein bischen weniger verdienen und nicht jedes Land unterstützen sie sollten erst einmal auf ihr eigenes Land schauen und dann wenn da alles in ordnung ist dann können sie von mir aus gerne helfen...
Es ist schon arm das wenn man einen Job ist reich ist und trozdem reicht das geld hinten und vorne ned... Der plöde Euro hat uns auch noch weh getan...
Leider können wir nichts daran ändern wir können leider nur noch hoffen...
Gruss
Little
plofre
Hallo, Leute!
Ich habe diesen Thread wieder aufgegriffen, weil sich was verändert hat. Mein Sohn ist ab sofort nicht mehr arbeitslos, sondern hat jetzt eine Stellung gefunden. Eine Personalbereitstellungsfirma hat ihn genommen und will ihn als Lagerarbeiter in einem holzverarbeitenden Betrieb einsetzen. Er soll dort - in Schichtarbeit - Holzelemente verpacken und mit dem Gabelstapler herumtransportieren.
Klar ist er - selbst mit seinem jetzigen Ausbildungsstand - für diese Arbeit weit überqualifiziert, aber immerhin verdient er jetzt wieder Geld und es soll ja keine Lebensstellung sein.
Es hat sich in diesem Zusammenhang aber jetzt ein Problem aufgetan und darüber wollte ich mit euch reden:
Zwischenspiel: Ich habe soeben (11:45 Uhr) erfahren, dass der Mensch bei dieserFirma, mit dem mein Sohn gestern verhandelt hat, heute in dieser Firma nicht mehr existiert. Ein anderer Kompetenter ist nicht aufzutreiben. Mir kommt diese Sache äußerst dubios vor...ARRGGGHHH!
Aber, unabhängig davon, ob sich diese aktuelle Sache jetzt als Seifenblase entpuppt, oder nicht - meine grundsätzliche Frage ist folgende:
Schon vor Beginn seiner Arbeitslosigkeit hat mein Sohn einen 2jährigen Weiterbildungskurs begonnen, der ihn zum geprüften Elektroniker ausbilden soll. Dieser Kurs läuft bei einem renommierten Wirtschaftsförderungsinstitut und ist privat zu bezahlen (und nicht billig). Es handelt sich um einen Abendkurs, ist also bei einer normalen (tagsüber) Beschäftigung kein Hindernis.
Was ist aber, wenn mein Sohn, wie in dem konkreten dubiosen Fall, zu Schichtarbeit genötigt ist? Dann ist es unvermeidlich, dass ab und zu einer dieser Kursabende ausfallen muss. Der Stoff kann zwar abgeschrieben und nachgelernt werden, was ist aber, wenn praktische Übungen (Labor) angesetzt sind? Außerdem besteht die Gefahr, dass er nicht mehr zu den Prüfungen zugelassen wird, wenn er mehr als eine gewisse Anzahl von Kursabenden fehlt. In der Prüfungszeit ist der Ausfall von Kursabenden auch schlecht, da hier der Prüfungsstoff vorbesprochen wird, und der Trainer vorhanden sein muss, um Fragen zu stellen.
Wenn meinem Sohn also nun eine Stellung angeboten wird, die sich mit dem Kurs nicht verträgt. wo sollen wir die Prioritäten setzen? Soll er den Kurs (seine Zukunft, seine Chance auf eine höhere Qualifikation und einen besseren Job) unterbrechen, oder gar abbrechen? Soll er laufende Semester abbrechen, obwohl er im voraus bezahlt hat? Oder soll er auf die Stellung, und damit auf die Möglichkeit, aus der Arbeitslosigkeit heraus zu kommen, verzichten?
Schwierige Entscheidung. Wie würdet ihr in einem solchen Fall entscheiden? Wie beurteilt ihr überhaupt diese Sachlage?
Würde mich freuen, wenn ich dazu Antwort von euch bekäme.
Liebe, aber sorgenvolle Grüße
plofre
Nachtrag: Mit der oben erwähnten Stelle ist es doch nichts. Nachdem er gestern nicht fix zugesagt hat, wurde die Stelle anderweitig vergeben. Mein Sohn ist daher nach wie vor arbeitslos und fällt demnächst in die Notstandshilfe.
Meine Frage an euch bleibt aber nach wie vor aufrecht.
Gruß
plofre
plofre
Hallo, Leute!
Ich wollte euch mal über die neueste Entwicklung in dieser Sache unterrichten.
Mein Sohn hat jetzt einen Job bei einer Leiharbeitsfirma bekommen. Dieser Tage wird er bei einer Firma der Chemischen Industrie als Lagerarbeiter eingesetzt. Wo er danach arbeiten wird, weiß noch keiner.
Dumm ist nur, dass er demnächst seine Jahresprüfung in dem Elektroniker-Kurs hat, den er zur Zeit besucht. Das sollte er auf keinen Fall sausen lassen. Ich hoffe, dass sich da ein Modus wird finden lassen.
Ende September geht dann der Kurs weiter und wird noch 2 Semester dauern. Sollte er zu diesem Zeitpunkt noch bei dieser Leiharbeitsfirma beschäftigt sein, wird man sehen müssen, wie man das unter einen Hut kriegt.
Klar ist, dass seine jetzige Beschäftigung auf keinen Fall von Dauer sein soll. Selbst sein erlernter Beruf als Starkstrommonteur befähigt ihn zu besseren Jobs und wenn er erst das Abschlußdiplom zum Elektroniker hat, braucht er (hoffentlich) keine Jobs wie den jetzigen mehr zu verrichten.
Gruß
plofre
Fee
Hallo Plofre,
eine Freundin von mir, die ständig durch ungünstige Umstände arbeitslos war, hat auch 1 Jahr bei einer Zeitarbeitsfirma gearbeitet. Jetzt hat sie seit einem Jahr eine sehr gute Stellung gefunden - sie wurde übernommen.
Ich drück Sohnemann die Daumen!!!
Herzliche Grüße von Fee
plofre
Hallo,
mein Sohn ist wieder arbeitslos. Mit der Zeitarbeitsfirma hats eine einvernehmliche Kündigung gegeben.
Mit 1 oder 2 Auftraggebern, für die er gearbeitet hat, hats "atmosphärische Schwierigkeiten" gegeben, leider Hauptkunden der Zeitarbeitsfirma. Mit anderen Auftraggebern (der Mehrheit) gabs keine Schwierigkeiten. Nützt aber nix.
Er bewirbt sich heute gleich wieder um einen neuen Posten. Mal sehen, obs was wird.
Er muss noch 2 Semester lang seinen Elektroniker-Kurs fertig machen, dann kann er sich hoffentlich um eine brauchbare Stelle bewerben.
Gruß
plofre
plofre
Zur Abwechslung mal eine gute Nachricht:
Alex0183 hat wieder einen Job!
Er arbeitet seit gestern in einer Firma, die Spezialbauteile herstellt für Notstromversorgungen aller Art. Dafür muss er allerdings sehr früh aufstehen (vor 5 Uhr), denn er hat einen weiten und umständlichen Arbeitsweg fast ans andere Ende der Stadt.
Optimistisch, wie wir nun mal sind, haben wir uns geeinigt, dass er sich jetzt für eine Gemeindewohnung anmeldet, damit er - in vielleicht 2 Jahren - bei uns ausziehen kann...
Gruß
plofre
jules1
Trotz der schwierigen Lage...sage ich mal

...
Gruss jules
sageslaut2002
Hallo plofre,
das ist aber eine seltsame Begründung. War er denn noch in der Probezeit? Oder war sein Vertrag befristet? Für eine reguläre Begründung einer Kündigung ist die Aussage arg wenig.
Was ist denn vorgefallen? Sie werden deinen Sohn doch irgendwelche weitergehenden Erklärungen gegeben haben, oder?
Alles wirklich seltsam irgendwie.....zumal sein letzter Arbeitgeber ja auch schon so seltsam mit *athmosphärischen Schwierigkeiten* zwischen deinem Sohn u. den Kunden gekündigt hat.
Was meinst du? Kann ihm da, wie du des öfteren familiär erwähnst, seine cholerische Art im Weg stehen?
Ist nur so ein Gedanke von mir.....aber zwei so seltsame Kündigungsargumente seitens der Arbeitgeber
Gruss v. sages!
Priamos
Hallo plofre,
ich habe deinen Thread gerade eben gelesen.
Du, nicht böse gemeint, aber schau mal deine Posts durch. Überall wo er "gegangen wird" schreibst du das er nicht in die Firma passt, es "athmophärishe Schwierigkeiten" gegeben hat, etc.. Liegt das vielleicht auch ein Wenig an der Anpassungsfähigkeit, der Ausstrahlung und dem Verhalten deines Sohnes? Nur mal so, weil es mir aufgefallen ist in deinen Posts.
Einvernehlich kündigen beinhaltet doch auch immer die Zustimmung beider Seiten. War er denn, zumindest beim Arbeitgeber vom ersten Post, nicht schon so lange im Betrieb das er das hätte anwaltlich klären können? So zumindest wäre wenigstens die Chance auf ne Abfindung möglich gewesen, wenn nicht sogar eine Wiedereinstellung.
Nur so meine Gedanken.. Ich drücke euch die Daumen das es besser wird.
VG - Priamos
plofre
Ich denke da vorerst an was anderes.
Sein letzter Job war vom AMS (Arbeitsmarktservice - früher Arbeitsamt) gefördert, da er langzeitarbeitslos war. Die Förderung ist vor knapp 1 Monat ausgelaufen. Jetzt würde er der Firma teurer kommen...
Sie haben ihm am Freitag, knapp vor Arbeitsschluss mehr oder weniger kommentarlos das Kündigungsschreiben in die Hand gedrückt. 1 Woche Kündigungsfrist hat er jetzt. Er war übrigens nicht in Probezeit, sondern schon seit Jahresbeginn dort.
Ich finde, dass sich seine cholerische Art schon sehr gebessert hat (man sieht es auch an seinem Umgang mit unserem Hund) und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass er bei der Arbeit auch so ist.
Wir versenden jedenfalls schon eifrig Bewerbungsschreiben. Und die neue Wohnung wird trotzdem eingerichtet. Wär ja noch schöner!
Gruß
plofre
sageslaut2002
Hey plofre,
ja, ich weiß was du meinst. Bei uns nennt sich das ABM ( Arbeitsbeschaffungsmaßnahme ).
Im ersten Jahr beteiligt sich das Amt zur Hälfte am Gehalt, im zweiten zu ein Viertel, danach muss der Betrieb allein für das Gehalt aufkommen....tja, u. dann suchen sie nach Kündigungsgründen um erneut jemanden mit diesen Vergünstigungen einzustellen.
Trotzdem aber kommt mir 1 Woche Kündigungsfrist arg wenig vor, in der Regel, zumindest bei uns, während der Probezeit 14 Tage ( nach Länge der Probezeit, im Gesundheitswesen z.B. immer 6 Mon.), danach 4 Wochen oder länger, je nach Länge der Betriebszugehörigkeit.
Dann hoffe ich das deine Vermutung zutrifft u. zumindest sein Betriebszeugnis gut ausfällt, damit er gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat. Ich werde nur eben,( berichtige mich wenn ich mich täusche....dein Sohn ist über 30, oder? ), so Sachen lese wie cholerisch, auch Familienangehörigen gegenüber, obwohl er dort Unterschlupf findet, *ihr* schon fleissig Bewerbungen schreibt usw......mutet schon alles ein wenig unselbständig u. einfühlungslos an bei einem Mann in seinem Alter. Von daher dachte ich eben in die Richtung *nicht anpassungs.- oder teamfähig*. Meine Bemerkung sollte auch nur in die Überlegung gehen ob ihm vielleicht eine Arbeit als Solist besser gefallen würde, ohne Team oder Kunden.
Berichte mal ab u. an weiter, ist immer ein interessantes Thema.
Gruss v. sages!
tränen2007
Hallo,
ich habe auch den Eindruck, dass dein Sohn durch seine Art keinen festen Job behält und je behalten wird.
Vorallem macht ihr als Eltern bzw. du als Vater den Fehler, ihm ständig alles abzunehmen (Bewerbung, Wohnung einrichten, Weiterbildung etc.).
Warum sollte er sich da bei einem neuen Job anstrengen? IHR holt ihn doch immer wieder aus der Schei....
Wenn er nämlich selbst kämpfen muss, um wieder Boden unter den Füssen zu haben, dann wird er sich auf Arbeit zusammen reißen, damit er die Stelle behält.
Auch würde ich deinem Sohn zu einer Verhaltenstherapie raten, damit er besser mit anderen Menschen umgehen kann.
Klingt vielleicht hart, aber mein Sohn ist 22 Jahre, lebt allein und kommt wunderbar zurecht (FOS, Bund und jetzt 2. Lehrjahr). Wenn er Hilfe braucht, meldet er sich und da frage ich erst einmal, was er bereits unternommen hat. Erst dann schalte ich mich ein. Somit wird er selbständig und überlegter sowie reifer.
Alles Gute
plofre
Kleine Korrektur, sages!
Alex ist 24 Jahre alt. Wir beraten ihn bei der Beschaffung von Möbeln. Machst du das nicht? Wir korrigieren seine Bewerbungsschreiben, da er infolge seiner Legasthenie (seit der Kindheit wesentlich gebessert, aber dennoch...) viele Rechtschreibfehler macht.
Was die Kündigungsfrist anbelangt: Das entspricht voll dem für ihn zuständigen Kollektivvertrag (ich weiß momentan nicht, wie das bei euch in D heißt..).
Wo findet man heutzutage einen Job, in dem man allein arbeitet?
Gruß
plofre
Manuel
Hallo Plofre!
Ich will jetzt nicht unsympathisch sein, aber mich beschleicht auch immer wieder das Gefühl, dass es vielleicht für deinen Sohn schwer ist, Anschluss zu finden, weil er nicht unbedingt "Johnny Bravo" ist! Damit will ich sagen, dass die erste Wahl wenn es um Kündigungen geht, vermutlich meist dein Sohn sein wird ...
In Firmen läuft es doch nicht viel anders, als im Leben außerhalb der Firmen oder außerhalb des Arbeitsplatzes u. da muss man sich schon gut stellen können, bei Leuten gut ankommen können u. hin u. wieder dem Chef grade im richtigen Augenblick zeigen, dass man die Kohle wert ist. Ist dies nicht der Fall, wird man schnell in`s Auge gefasst ...
Ich urteile nicht nach Bildern, aber wenn ich mir das Erscheinungsbild deines Sohnes auf einem Foto, dass ich hier auf almac.de gefunden habe, beurteilen müsste (wenn ich der Chef wäre), würde ich mir die anderen Bewerbungsfotos vermutlich 2mal ansehen, bevor ich mich dazu entscheide, deinen Sohn einzustellen ...
Man muss sich einfach in die a...kriecherische Gesellschaft einfügen können, sonst hat man keine Chancen ... leider läuft das so!
Liebe Grüße
Manuel