Die Zeit danach - oder - als der Schmerz verging..

Priamos
Hallo Ihr Lieben, Augenzwinkern

jeder von uns hat wohl schon diese scheusslichen Wunden in sich tragen müssen, welche der Liebeskummer reisst. Tiefe Traurigkeit, unendlich viele Tränen, Unverständnis, Fragen über Fragen, schrecklicher Schmerz - um nur Einige Dieser zu nennen. Viele von uns schrieben ja bereits hier.

Jeder geht damit auf seine eigene und persönliche Art und Weise um - um mit der Zeit sich vom Erlebten zu erholen, sich wieder emotional neu auszurichten und wieder aktiv am Leben teilzunehmen.

Was hat Euch dabei geholfen? Wie habt Ihr Euch abgelenkt?

Welche Gedanken habt Ihr, wenn Ihr zurückdenkt? Tut es noch ein bisschen weh? Oder könnt Ihr bereits die nötige Distanz dazu aufbauen?

Wie geht es Euch jetzt?

Lasst uns ein Wenig Erfahrungsaustausch betreiben - Vielfältig werden die Erfahrungen auf jeden Fall sein. Ich bin schon jetzt sehr gespannt, über Eure "Zeit danach" und die Entwicklungen dort hin, zu lesen.

Viele liebe Grüsse - Priamos
Firesoul
Hallo Priamos,

das ist wirklich ein sehr interessantes Thema!

Am Anfang ist das wirklich eines der schrecklichsten Gefühle, die man haben kann. Zumindest ist es das für mich.

Was mir bisher dabei geholfen hat, war zu allererst den Kontakt zu meinem Ex komplett abzubrechen und die Dinge, die mich an ihn erinnerten, wegzuräumen.
Oft gehe ich dann auch zum Friseur, als Zeichen für einen Neuanfang großes Grinsen Und sonst lenke ich mich viel mit Freunden und mit Familie ab, unternehme viel, tue Dinge, die ich während der Beziehung etwas hab schleifen lassen, z.B. endlich die Bücher lesen, die schon monatelang im Schrank stehen etc..

Wenn ich dann daran zurückdenke, empfinde ich anfangs, natürlich, noch Schmerz und Wehmut. Aber es heißt nicht umsonst "Die Zeit heilt alle Wunden". Und irgendwann tut der Gedanke auch nicht mehr weh, und ich denke später nur noch an die schönen Zeiten und Erinnerungen.


Liebe Grüße
Firesoul
jeanny
Mir haben meine Freunde immer sehr geholfen, sie haben mich quasi mitgeschleppt, auch wenn ich lieber traurig zuhause sein wollte. Diese Ablenkung hat wahnsinnig gut getan um zu "vergessen" und einfach weiterzumachen. Denn ich bin jemand, der sich gerne in Kummer hineinsteigert und hängen lässt und da bin ich froh, dass es einige Leute gibt, die etwas dagegen getan haben daumenhoch

jeanny
Felicitie
Hallo Priamos,

das ist ein Tread der sehr zum grübeln veranlasst.

Ich musste mir helfen lassen, denn allein wäre ich wohl nicht mit dem Liebeskummer klar gekommen.

So traurig es klingt und so unfassbar es auch für viele sein mag, aber manchmal sucht man Trost am falschen Ort und würde damit vielen Leuten wahrscheinlich anderen Kummer bereiten.

Ich habe aber zum Glück die richtige Hilfe bekommen und habe auch dieses traurige Kapitel meines Lebens abgeschlossen.

Liebeskummer ist ein Schmerz, den ich nicht mal meinem ärgsten Feind wünsche.
Es gibt kaum was schlimmeres als einen geliebten Menschen zu verlieren.

LG Feli
Priamos
Hallo Ihr Lieben,

und vielen Dank für Eure Beiträge.

Liebeskummer ist, so empfand ich es, nicht immer gleich - je mehr man liebt, umso mehr leidet man, geht es auseinander. Ich kenne bei mir Trennungen, die weniger schlimm verliefen und aber auch Trennungen die sich anfühlten als würde ich in der Mitte auseinandergerissen... durch solch ein Erlebnis kam ich übrigens, damals, zu almac und bin froh diesen Weg gefunden zu haben.

Ich fühlte mich schrecklich, war ausweglos (dachte ich) desorientiert in Bezug auf das das was mit mir geschah. Kennt Ihr das wenn man innerlich anfangen will zu schreien, aber irgendetwas die Luft abzuschnüren scheint? Grauenvoll, wenn ich zurückdenke...

Mir hat es sehr geholfen meine Gedanken zu Papier zu bringen, oder wie hier in einen Beitrag zu verfassen. Was glaubt Ihr wie poetisch ich sein kann, geht es mir schlecht... smile Aber die Sichtweisen der mir antworteten Menschen hier, halfen mir am Meisten. Gerade weil ich in meinem Schmerz, in der Sichtweise, festgefahren war und sie mein Problem auch mal kritisch aus einer anderen Perspektive beleutet haben. Nein, ich war kein einfacher "Patient".. großes Grinsen

Ich habe damals mit autogenem Training angefangen. Ruhe und Gelassenheit mir mit geschlossenen Augen immer wieder vermittelt. Tief ein und ausatmen und mir diese Worte immer wieder suggeriert. Je öfter angewandt umso besser hat es geklappt.

Ich bin ein Mensch der dazu neigt sich zuhause zu verstecken, alleine leiden, viele Gedanken machen und die dazu passende Musik hören... Aber das kann man mal machen, finde ich, aber auf Dauer gräbt sich der Schmerz immer tiefer, habe ich festgestellt.

Auch ich habe ein paar gute Freunde die mich einfach anhörten, aber auch nur dosiert... dann wurde das Thema gewechselt und ich somit abgelenkt.

Kontaktabbruch finde ich auch als nötig, auch wenn es so unsagbar schwer fällt. Was will man Alles noch sagen, aber im Endeffekt ändert das meistens nichts mehr und verlängert eher das Leiden....

Blicke ich heute zurück muss ich feststellen das ich, als Mensch, dazugewonnen habe - dazugewonnen wenn auch nur an Erfahrung, an Ausgleich und aber auch an innerer Festigkeit.

Ich wünsche Euch alles Liebe und Gute und vorallem das das Thema Liebeskummer ein Seltenheitsthema in Eurem Leben darstellen soll.

Viele Grüsse - Priamos
Felicitie
Zitat:
Original von Priamos
... Was glaubt Ihr wie poetisch ich sein kann, geht es mir schlecht...


Genau das gleiche Phänomen habe ich auch bei mir festgestellt.
Ich konnte schreiben bis zum umfallen.

In der Zeit habe ich damals auch angefangen einen Online-Blog zu schreiben.
Der Trost der von den Lesern kam hat auch dazu beigetragen mir zu helfen.

Den ursprünglichen Blog habe ich inzwischen geschlossen und schreibe nun aber ein gleicher Stelle ein Tagebuch über mein jetziges Leben.
Ein Leben das ich nicht mehr missen möchte auch wenn ich vor knapp 3 Jahren noch ganz anders gedacht habe smile

LG Feli
Priamos
Hallo Felicitie,

man sagt ja "sich etwas von der Seele schreiben" - seinen Gedanken kann man so eine Form verleihen, etwas was man immer wieder anschauen kann, wenn auch nur als Schriftstück. Jedenfalls finde ich das Aufschreiben der Gedanken gut, um irgendwie einen Verarbeitungsprozess weiter in Gang zu bringen.

Immer weiter ergänzt, durch das was fortwährend in den Kopf kommt - immer weiter geschrieben. So kann man dann irgendwann, Punkt für Punkt, Schritt für Schritt abhaken - wenn die Zeit dazu gekommen ist.

Kommen dann noch die Sichtweisen und Gedanken der anderen User dazu, hat man, finde ich, auch wenn es sich vielleicht blöd anhört, ein wichtiges und wertvolles Schriftwerk erstellt - Episoden die das eigene Leben schrieb und weiterhin schreibt.

Ich finde es sehr schön, dass Du dabei geblieben bist und auch weiterhin schreibst.

Alles Liebe und Gruss - Priamos
Shane
hallo Priamos,

ich selbst habe kein Liebeskummer (mehr), aber der Schmerz der vor über 6 Ju ahren begann, den habe ich heute noch, wenn ich manchmal daran erinnert werde. es ist aber eher der Schmerz der damaligen Verletzung.

ich bin damals, und das würde ich wohl heute genauso wieder machen, mit meinem Papa am nächsten Tag shoppen gegangen. ich hatte mir endlich die CD gekauft die ich mir eigentlich schon lange kaufen wollte. zwischenzeitlich bin ich auch mit einer Freundin unterwegs Kaffee trinken gegangen und man hatte ein wenig darüber geredet.
aber letztendlich half mir wirklich shoppen zu gehen und in Stunden in denen ich allein war/bin, hatte ich mir Filme zum Lachen angesehen und auch lustige Bücher zum Lachen.

demnach kann ich auch nicht das Zitat teilen von wegen 'die Zeit heilt alle Wunden' - denn das tut die Zeit nicht, zumindest bei mir nicht.

grüße
Shane
Priamos
Hallo Shane,

je tiefer die Wunden sind, umso länger brauchen sie um zu heilen. Manche verheilen gut, Andere jedoch hinterlassen Narben - Narben die oftmals nachhaltig bleiben und an das Geschehene zurückerinnern.

Ablenkung ist in (fast) jeder Art eine gute Medizin um die schmerzliche Zeit nicht in tiefem Grübeln und Leiden zu verbringen. Jedoch ist die Aufarbeitung wichtig um das doch so sehr zerstörte innere Gleichgewicht wieder zu herzustellen, finde ich.

Wie sehr uns ein Mensch gut tun kann - so sehr weh kann er auch tun. Schreckliche Erfahrungen kann man machen, aber auch wenn es in solchen Momenten so unendlich schwer fällt - es geht auch anders. Vergessen kann man selten, aber innerlich verzeihen - vielleicht ist das ein guter Weg.

Jeder von uns wünscht sich doch auf irgendeine Art und Weise, irgendwann einmal emotional anzukommen - emotional zuhause zu sein. Leider muss man auf diesem Weg auch negative Erfahrungen machen - das Diese sehr selten bleiben wünsche ich Euch Allen sehr!

Gruss - Priamos
Firesoul
Ich weiß nicht, inwiefern das jetzt noch zum Thema passt, aber ich habe schon oft den Spruch gehört, dass das Verarbeiten einer Trennung, bzw die Zeit, die man braucht, um drüber wegzukommen, die Hälfte ist, von der Zeit, in der man zusammen war. (Hat das jetzt jemand verstanden? großes Grinsen )

Ist das bei euch auch so gewesen?



LG
Firesoul
Endara82
Hallo zusammen,

@Firesoul: Das hab ich auch schonmal gehört. Kann das aber nicht bestätigen.

Wenn man verlassen wird, während man noch liebt, dann zerreisst einen der Schmerz. Bei mir wurde es erst besser, wenn ich den Mann wirklich nicht mehr geliebt habe.

Ablenkung ist wirklich die beste Medizin. Die Zeit hat bei mir nie geholfen. Nur die Einsicht.

VG, Endara.
jules1
@firesoul

das...hab ich auch schon mal gehört...bei mir trifft es allerdings auch nicht zu

Es gibt Schmerzen, die nie vergehen...aber vielleicht liegt das auch daran, dass es Gefühle gibt die nie vergehen...hm, jetzt grübel ich...
Firesoul
Zitat:
Original von Endara82
@Firesoul: Das hab ich auch schonmal gehört. Kann das aber nicht bestätigen.


Ich eben auch nicht. Die längste Zeit bei mir, um über eine Beziehung hinwegzukommen, waren 8 Monate (bei fast 2,5 Jahren Beziehung). Bei der nächsten langen Beziehung warens dann nur noch 2-3 Monate, und da war Ablenkung, und das Bewusstsein, dass es wieder besser wird, dass der Schmerz weggeht, ausschlaggebend.

Deshalb hätte es mich eben sehr interessiert, ob das jemand hier schonmal so erlebt hat, dass die Verarbeitung so lange dauerte..

@Priamos
schweift das zu sehr von deinem Thema ab?


Liebe Grüße
Firesoul
pinsel
Für mich war es immer eine sehr gute Variante, drüber zu schreiben. Ich konnte so mal meine gedanken einfach schweifen lassen, mal alles raus lassen, dazwischwen auch die Gedanken sammeln. Ausserdem hats auch immer geholfen, das ganze dann mal in Ruhe zu lesen, drüber nachzudenken oder - wenn einiges unklar war und ich selber anstand - einfach auch mal zu lesen was z.B andere darüber denken.

Darüberhinaus erstmal Rückzug, Trauer, dann mit Freunden drüber sprechen.
Sport war auch immer eine gute möglichkeit, hab dabei viel an aufgestauter energie, an Wut und trauer rauslassen können.

Ich denke grad zu beginn ist es wichtig sich mal mit der Situation auseinanderzusetzen, dass man eben wieder alleine ist, das Ganze revuepassieren lassen - aber dann auch mal völlig abschalten, auf andere gedanken umschwenken.

Und dann natürlich möglichst bald raus, unter Leute, fortgehen, Freunde treffen.

Was die Dauer betrifft - Die halbe zeit der beziehung hats bei mir nie gedauert, ging immer um einiges schneller. Ausserdem finde ich dass man im Lauf der zeit einfach Strategien entwickelt um das ganze schneller abzuschliessen.
Wenn man über mehrere Jahre mit jemandem zusammen war ist oftmals ein Jahr eine magische zahl, denn dann hat man mal alle Anlässe rumgebracht die man sonst gemeinsam hatte - also von geburtstag über weihnachten ....undundund
Felicitie
Meiner Meinung passt das auch sehr gut zum Thema.

Ich selber war damals nicht lange mit meinem Freund zusammen. Es waren "nur" 3 Monate.
Verliebt hatte ich mich aber schon lange vorher in ihn.
Doch eigentlich wäre er für mich tabu gewesen da er der Freund meiner Freundin war.

Unsere Freundschaft ist daran aber zum Glück nicht zerbrochen,
sondern sie war eher noch eine der einzigen Personen außer meinem Psychologen,
die mir aus der schweren Zeit nach der Trennung wieder heraus helfen konnten.
Und heute ist sie heilfroh daß ich "dazwischen" gekommen bin,
denn sonst wäre ihr nämlich das widerfahren was mir passiert ist.
Bei ihr hätte dann aber auch noch ein kleines Kind drunter gelitten.
(Ohh, ohhh, rotes Gesicht ich schweife vom Thema ab. Zurück dazu.)

Aber in dieser kurzen Zeit hatte ich damals bei ihm all das gefunden was ich in 7 Jahren Ehe vermisst hatte.
Endlich uneingeschränkte Liebe und Zärtlichkeit.

Um über diese Beziehung hinweg zu kommen habe ich sehr lange gebraucht.
Über ein Jahr.

Ich traf mich zwar in dieser Zeit auch mit Männern und einmal war auch einer dabei bei dem es zu mehr kam,
aber wenn ich dann nachts allein in meinem Bett lag,
dann waren die Erinnerungen an meinen Ex und die Tränen der Verzweiflung wieder da.
Schwierig war es auch weil der Kontakt zu meinem Ex lange Zeit überhaupt nicht abriss.
Er rief ständig bei mir an und klagte mir sein Leid.
Wie es mir ging war völlig egal und so hatte ich dann eben an einem Abend nicht mehr genug Kraft
um noch weiter zu machen und fand mich mitten in der Nacht auf einer Brücke wieder.
Zum Glück hat die Polizei mich da runter geholt und mir konnte dann mit einem Psychologen wirklich geholfen werden.

Erst als ich meinen jetzigen Freund kennenlernte konnte ich mit der alten Geschichte abschließen und mich wieder neu öffnen.

Zeit ist meiner Meinung nach also wirklich nicht immer der entscheidende Faktor,
sondern eher die Art der Unterstützung die man von anderer Seite erhält.

(Wahrscheinlich war all das was ich jetzt geschrieben zu ausschweifend aber ich hoffe man kann mit diesen Erklärungen dabei
meine Meinung ein wenig besser verstehen als wenn ich sie bloss so in den Raum geworfen hätte.)


LG Feli
Priamos
Hallo zusammen,
huhu Firesoul Augenzwinkern

nein, das schweift nicht vom Thema ab - ist eine interessante Theorie. Aber ich denke das es zu pauschal ist, Menschen sind individuell und dementsprechend auch die Art und Weise der Verarbeitung, inklusive die Zeit derer.

Bei mir war es abhängig davon ob sich eine Trennung vorher schon abzeichnete, oder aus heiterem Himmel kam.
Naja, so ganz heiter war der Himmel dann ja doch nicht, man (zumindest ich) merkt ja irgendwie wenn etwas nicht stimmt, will es vielleicht aber nur nicht wahr haben.

Ich schliesse mich Pinsel an, zuerst erfolgt ein Rückzug voller Trauer, bei mir untermalt mit melancholischer Musik und vielen traurigen Momenten. Spazieren gehe ich in solch einer Zeit auch sehr viel, ich kann einfach nicht zuhaue sitzen, aber so gesellig um abends aus zu gehen bin ich dann auch nicht.
Schreiben, ja das hilft mir sehr. Viele Gedichte haben ihre Grundlage in solchen Momenten gefunden. Damals fand ich almac.de... wie oben schon geschrieben...

Natürlich sind auch bei mir die Freunde sehr wichtig, welche mich irgendwann einfach mitnehmen und mich so auf andere Gedanken bringen wollen.

Die Dauer des Kummers, der Verarbeitung war immer unterschiedlich lange. Wobei ich aber für mih emotional ausgerichtet sein muss um etwas Neues zu beginnen.

Alles Liebe Euch und Gruss - Priamos
angelita82
hallo,

wirklich gelitten habe ich nur nach meiner letzten trennung.
es ging 1 1/2 jahre lang.
die ersten 2 wochen hab ich mich total zurueckgezogen, war nur zuhause, hab traurige musik gehoert, geweint, nichts gegessen....
danach war ich einen monat lang wie ausgewechselt, bin jede nacht ausgegangen, hab jede nacht einen anderen mann im bett gehabt...
dann hatte sich mein alltag mehr oder weniger "normalisiert", ich ging arbeiten, hab gegessen, getrunken, bin mit freunden weg, ging mit anderen maennern aus...
aber alles was ich tat, tat ich wie als waere ich ein roboter.
dies ging ca. 1 jahr so. hab nichts nach aussen gelassen, wie schlecht es mir ging, hab nie mit jemanden geredet...
dieses jahr machte mich psychisch kaputt.
ich war depressiv, habe oft geweint (jedoch lies ich alles nur raus, wenn ich allein zuhause war...)
erst als ich selbst merkte, das es so nicht mehr weiterging, hab ich mich mit freunden unterhalten, habe meine trauer ausgelebt...

dadurch kam wieder eine kurze zeit, in der ich mich total zurueckzog und danach wieder 2 extreme monate mit dauerpartys und jede nacht nen anderen mann.

was mir am ende half, war erst der totale kontaktabbruch zu meinem ex 1 1/2 jahre nach der trennung und das ich kurz danach einen mann kennenlernte,
fuer den ich gefuehle entwickelte.

LG
Sweetbaby86
mir ging es ähnlich wie angelita82, ich bin ein ziemlich emotionaler Mensch, und nach 2 Jahren beziehung, einer grauenvollen Beziehung, is er von heute auf morgen ausgezogen, ich war perplext konnte es erstmal 2 Tage nicht begreifen, wusste nicht ob ich mich freuen soll, dass der Horror vorbei ist, oder ob ich weinen soll, diese 2 tage bin ich morgens aufgestanden, zur Arbeit, irgendwann wieder nachhause und ins bett, das waren glaub ich auch die einzigen 2 tage in meinem Leben wo ich keine Musik gehört habe und kein fern gesheen hab, ich höre für mein leben gern Musik, läuft den ganzen tag, TV existiert gar nicht in meiner Welt, echt nur sehr selten. naja diese 2 tage hatte ich auch nix gegessen und sehr wenig getrunken, dann am 3. Tag wurde ich auf Arbeit darauf angesprochen was mit mir los sei, und da wars dann vorbei, hab nur noch geweint, es hörte einfach nicht auf, den ganzen tag immer wieder, naja auf arbeit konnt ich mich meisstens zusammenreißen. weiterhin hab ich nix gegessen, insgesamt hab ich inherhalb von 2 wochen knapp 10 kg abgenommen, ja und denke mal so ca 2 Monate hab ich fast nur noch für mich gelebt, ich bin arbeiten gegangen, war dann irgendwann zuhause und hab alles abgedunkelt, mich auf mein sofa gesetzt, kerzenschein, traurige Musik, und einfach nur da gesessen und geweint, ich brauchte das einfach mich verkriechen, keinen sehen und hören, Freunde sind als sie erfahren haben was passiert ist zu besuch gekommen, aber dafür hatte ich keinen nerv, ich konnte und wollte mich nicht ablenken lassen, vorerst. Es hat auch nix gebracht....

Nach ca 2 Monaten hab ich wieder angefangen zu leben, der Schmerz war noch da und das auch wie ich finde sehr lange, bestimmt so ein halbes Jahr. Aber ich habe ngefangen mich mit meinen Freunden zu treffen, jedes we wo ich frei hatte Party zu machen, oft durchgemachte nächte und nächsten morgen ohne schlaf zur Arbeit, genau das was ich in der beziehung vermisst habe habe ich ausgelebt, und tu es eigentlich noch immer, jetzt gibt es auch manchmal Tage wo ich einfach für mich zuhause sitze, nur musik an, alles dunkel und einfach den Moment geniessen, aber denke das hat eher was mit jeder Persönlichkeit zu tun. so in ich halt.

Was auch komisch war, diese beziehung ging 2 jahre, und nach dem er ausgezogen ist war er der einzige zu dem ich kontakt hatte (außer die ersten 2 wochen), anfangs tat es weh, wenn ich ihn gesehen habe, war dieses kribbeln im bauch und als er gegangen ist dieser verfluchte schmerz wieder da und somit die verzweifelten tränen, das war auch so ein punkt, warum tränen, die beziehung war mies, aber ich habe ihn trotzdessen sehr geliebt irgendwann hab ich dann die Schnauze voll gehab, ihn nicht rein gelassen in die wohnung und nun mittlerweile seit oktober keinen kontakt mehr, aber der schmerz ging halt weiter, nicht mehr so stark, wie anfangs, war aber halt noch da, manchmal denke ich, dass auch heute noch, in solch momenten wo ich dann zuhause sitze und allein bin und mich irgendwie einsam fühle an ihn und es stehen tränen in meinen Augen, ich bin froh aus dieser beziehung raus zu sein, hatte mich auch schon neu verliebt, aber denke die verflossenen, die man richti vom herzen geliebt hat, die wird man nie vergessen, irgendwie lernt man aus jeder beziehung. ich finde es auch falsch wenn manche sagen ich Hasse den expartner ( ohne erheblichen Grund wie Schlagen) denn schliesslich hat man diese person geliebt und mit dieser person einen Teil des lebens verbracht, also warum miteinmal hass, ich hasse keinen meiner ex freunde, ich bin froh das ich diese menschen kennengelernt habe und mit dem jeweiligen ein paar jahre verbracht habe, auch wenn kein kontakt zu irgendeinem ist....


(so viel wollt ich eigentlich nicht schreiben... naja)