heimliche Liebe

marichen
Hallo Jules: In erster Linie seine Toleranz, wenn ich mal wieder zu viel Geld für Klamotten gekauft hab Er ist in keiner Weise nachtragend. Was ich noch mal vor vier Jahren verzapft hab: Mir wurde der Führerschein wegen Trunkenheit abgenommen(1,87 Porm.!!!) Bekam keinerlei Vorwürfe! Inzwischen hab ich den FS. wieder, nach 2 Mpus. War damals sehr schwierig - mein Mann sehbehindert, gottseidank hatte mein Sohn bereits den FS. Da wurde meinem Mann erstmal klar, was er 25 Jahre an mir hatte. Bei Wind und Wetter mußte ich ihn von A nach B fahren. Ging es mir gesundheitlich noch so schlecht, mußte ich Chauffeur spielen, und dann war ich auf einmal als Fahrer nicht mrehr da - 16 Mon. lang. Nie wieder Alkohol am Steuer, ich hab gelernt. Wenn mein Man mich halt nicht so oft allein lassen würde - wär alles für mich schöner. Das Thema hab ich halt shcon so oft angesprochen, gebracht hat es nichts. Er etscheidet sich halt immerwieder für seinen Verein. War schon oft bei uns Streitthema. Seine Mutter istübrigends auch gegen mich, sie war von vornherein mir abgeneigt, da ich schon mal verheiratet war und mein Mann gestorben ist, da war ich 23. Die Familie meines Mannes ist sehr christlich, und da hies es nur: Mußt du unbedingt eine Wittfrau heiraten. Nachdem ich vor meinem Sohn schon mal eine Fehlgeburt hatte, und es damals medizinisch erwiesen war, daß es mit meinem Arbeitsplatz zusammenhing(chem. Reinigung). Als ich zum zweiten Mal schwanger wurde, sagte mir mein Schwiegervater: Dann bekommst du halt so einen mißgebildeten Krüppel. Kan sich da jemand vorstellen, wie ich mich gefühlt hab? Mein Mann hat mir damals auch nicht geholfen, und hat den Kopf eingesteckt, als ich so stark weinen mußte. Ich hatte die ganze Zeit der Schwangerschaft höllische Angst. Aber mein Sohn ist gesund! Da bekam schon unsere Beziehung einen Sprung. Kann sich jemand vorstellen, daß ich mich immer irgendwie allein gefühlt hab?!
Manuel
Hallo Marichen,

deine Lebensumstände verraten eigentlich schon eine Menge über dein Leben und lassen auf gewissche Themenschwerpunkte schließen, die nicht alleine aufgearbeitet werden können ...

- Heuschnupfen (seit fast 20 Jahren)
- FS-Entzug wegen Trunkenheit
- Witwe mit 23 Jahren
- Fehlgeburt
- Familie, die einen nicht akzeptiert
- unglückliche Ehe
- neue Liebe in einem unschlüssigen Gesamtkonzept

Ich denke, dass wir dir nur Hilfestellung leisten können - die Hilfe musst du dir selbst holen oder gönnen - es gibt da zu viele Dinge, die viel zu schwierig sind, um hier locker flockig darauf loszuplaudern. Alle diese Umstände spielen für mich eine große Rolle und bedürfen zu 99%iger Sicherheit einer Therapie - die auch deinen Mann betreffen wird!

Solche Risse im Leben eines Menschen sind zu schwerwiegend, als dass man sie in einem Forum besprechen könnte.

Liebe Grüße

Manuel
Priamos
Hallo marichen,

das ist nicht schön zu lesen was Du schreibst, da hast Du wahnsinnig viel mitmachen müssen in Deinem Leben. Das tat Alles immer wieder sehr weh und Beistand bzw. Rückhalt hast Du auch nicht erfahren dürfen. Da verstehe ich absolut das Dich das Alles in Allem sehr belastet. Du bist aber daran nicht Schuld, denke daran.

Andere denken, reden, machen und drängen widerum Andere damit in eine Ecke, verletzen sie und wissen eigentlich garnicht was sie damit anrichten. Das Du Dich alleine fühlst ist nachvollziehbar, es war ja auch niemals jemand für Dich da. Aber schau mal, Dir steht das aber zu - Du kannst nichts dafür das Du so früh Witwe wurdest, ebenso hast Du Dir die Fehlgeburt nicht ausgesucht. Das was Dein Schwiegervater kund tat lässt tief auf seinen Charakter blicken. Ätzend.

Manuel hat Recht, Dein jetziges Problem setzt sich aus vielen eigenen Bausteinen zusammen. Viele Dinge greifen ineinander und bauen aufeinander auf. Du wirst hier Beistand, Trost und Zuhörer finden, aber wir sind Alle - Mods wie User - Laien. Wir begleiten Dich sehr gerne, hier, ein Stück Deines Weges, hören zu, haben auch den Ein oder Anderen gut gemeinten Tip und gerne auch ein bisschen Trost für Dich - Aber überdenke Manuels Vorschlag bzgl. der professionellen Hilfe einmal, verschliesse Dich bitte nicht dagegen.

Es ist oftmals im Leben so, wie wenn der Himmel über einem einzustürzen droht... Alles scheint so aussichtslos, oder? Aber bevor er einstürzt kannst Du ihn abstützen, abstützen durch Impulse in die richtige Richtung, jemanden der Dir zuhört und daraus effektive Hilfen ableitet - ein professioneller Helfer eben.

Lange genug hast Du zurückstecken müssen - ich wünsche Dir einen Weg dies ändern zu können. Den gibt es bestimmt, Du wirst sehen.

Alles Gute Dir und Gruss - Priamos
marichen
Ich danke euch, ihr habt mir Mut gemacht, und es tut mir wahnsinnig gut, daß ich dies alles niederschreiben konnte. Über professionele Hilfe hab ich auch schon nachgedacht. Is aber ziemlich umständlich ienen Psychologen zu finden, der von der Krankenkasse genehmigt ist. Hab ich ja auch schon probiert, landete in einer Warteschleife, und hab es dann sein lassen. Hab auch sämtliche Psychologen durchtelefoniert, und bekam dann nur die Antwort daß sie nicht nit der KK abrechnen, sondern ich das selbst bezahlen muß. Ich find es spitze daß ihr so viel Verständnis für mich zeigt. Das mit der Promillefahrt, war ja auch nicht so optimal, und ich hab daraus gelernt. Gottseidank hab ich einen Sohn, dr Verständnis für mich aufbringt, und mich unterstützt. Ich glaub wenn mein Sohn nicht wär, ich hätte schon mal versucht, mir das Leben zu nehmen. Er weiß auch, daß ich für diesen anderen Mann Gefühle hab, da ich ihm gesagt hab, daß ich ihn sympatisch finde, und ich ihn sehr gern mag. Zu meiner Überraschung hat er mit Verständnis reagiert. Das Forum hat mir echt geholfen, ich werde auch immer schreiben, wenn es mir schlecht geht. Darf ich doch oder? Es hilft jedenfalls. rotes Gesicht
Priamos
Hallo marichen,

das ist so eine Sache mit der KK-Abrechnung, aber Möglichkeiten gibt es. Versuche vielleicht einmal mit Deinem Hausarzt darüber zu sprechen, er kann Dir eine Verordnung schreiben. Das wäre vielleicht erst einmal ein erster Schritt.

Das mit der Promillefahrt war sicherlich nicht optimal, aber passiert ist passiert und man darf sich nicht immer Alles vorhalten bzw. sich ständig schuldig fühlen. Du hast aus den Problemen heraus zum Glas gegriffen, das es nicht sonderlich hilfreich ist hast Du ja gelernt.

Dies ist Dein kleiner, eigener Platz im Netz - Dein Bereich in dem Du Deine Gedanken niederschreiben kannst, Fragen stellst und hoffentlich etwas Erleichterung finden kannst. Deshalb ist es keine Frage ob Du schreiben sollst, darfst, kannst - die Antwort darauf ist auf jeden Fall JA.

Vielleicht liesst und schreibst Du auch einmal bei anderen Usern. Oftmals hilft das auch ein Wenig, da man sieht das man nicht alleine mit Problemen zu kämpfen hat. Probiere es doch mal aus...

Ich freue mich, dass Du Dich hier wohl fühlst und Dir das Schreiben ein Wenig hilft. Das ist schön zu lesen.

Alles Gute Dir, viel Kraft und Gruss - Priamos
marichen
Danke. Werde ich beherzigen. Zur Zeit hab ich auch viel Zeit da ich nach meiner Cholesteatom Op.(Chronische Knocheneiterung im Mittelohr) noch krankgeschrieben bin. Da hab ich viel Zeit zum nachdenken.
Gruß Marichen
Manuel
Hi Marichen,

für mich ist es schwierig die richtigen Worte zu finden, weil ich mich vor allem mit 24 Jahren sehr schwer tue meine Gedanken so zu ordnen, dir sinnvolle Hilfestellung zu leisten.

Für mich wirken alle diese Ereignisse u. auch deine Krankheiten wie ein Hilferuf, ein Hilferuf an dich selbst ... etwas zu ändern. Dass das sehr sehr viel Kraft kostet u. dass das alles andere als leicht ist, ist mir natürlich klar, aber du sollst ja auch nicht von heute auf morgen beginnen, die Welt zu zerreißen.

Ich meine damit, dass du einfach auf dich hören solltest - was du willst, was du fühlst ...

Liebe Grüße

Manuel
marichen
danke, Manuel. Du bist grad ein Jahr älter als mein Sohn. Trotzdem hast du mich mit deinen geschriebenen Ratschlägen geholfen. Schön daß es junge Leute gibt, wie Dich, die sch über das Leben, und Probleme die andere betreffen, Gedanken machen!!! Ich werde mit meinem Hausarzt nach einer Lösung der Psychotherapie betreffend, suchen.
Liebe Grüße
Marichen
Manuel
Hallo marichen,

jeder Schritt in die Richtung Erleichterung, war ein richtiger, sei er noch so kurz. Ich denke an deinem Sohn solltest du dich stützen ... ich würde die Chance mit ihm offen und ehrlich darüber zu reden, nutzen!

Schließlich hat er etwas mehr Freiraum, die Situation von außen zu betrachten - auch wenn er nicht ganz unbefangen ist.

Vor allem denke ich, dass eine Änderung in deinem Leben überfällig ist - die Reaktion deines Sohnes spricht für sich und stimmt mich schon sehr nachdenklich. Ich hingegen würde keine Akzeptanz meiner Mutter gegenüber zeigen, wenn sie mir sagt, sie hätte jemanden kennengelernt, in ihrem Alter, den sie sehr gerne hat - weil die Umstände auch ganz andere sind - wäre ich erst so weit dies zu akzeptieren, bin ich der Annahme, dass schon einiges passiert sein muss.

Ein erster Ansatz wären für mich Gespräche und der Schritt zur Homöpathie!

Kennst du vielleicht "Thorwald Dethlefsen - Krankheit als Weg" - ich möchte dir dieses Buch an`s Herz legen - es wird dich dazu bewegen deine Gedanken in die richtigen Bahnen zu lenken.

Ein Freund von mir aus München ist Profi in Sachen Homöpathie - solltest du ernste Hilfe anstreben könnte ich dich sicher vermitteln.

Lg Manuel
marichen
Hallo Manuel! Danke. für ie Antwort. Die Tatsache ist nun mal, daß mein Sohn ja die ganzen Streitigkeiten mit erlebt hat, und miterlebt. Er bekommt ja auch mit, daß ich oft allein zuhause sitze, während mein Mann sich immer für den Verein entscheidet. Früher war alles anders. Da sind wir viel wandern gegangen, und haben viel unternommen. Wir sind auch immer tanzen gegangen, was ich sehr vermisse. Ich hab ihm das auch schon gesagt. Leider ist es komischerweise immer so, daß, wenn er mal Zeit hätte, ich dann Wochenenddienst hab. Da muß ich um Halb sechs aufstehen. Dann hab ich auch keine Lust, wenn ich heim muß, wenn es am Schönsten ist. Dann laß ich es dann bleiben. Meinem Sohn will ija auch sein Leben leben, gottseidank lebt er mit seiner Freindin noch im Elternhaus. Aber irgendwann werd ich mal allein sein, weil er irgendwan mal, wenn Kinder kommen, ausziehen wird. Vor dem hab ich Angst. Trotzdem muß ich ihn dann gehen lassen.
Manuel
Hi Marichen,

schon klar, dein Sohn hat sein eigenes Leben und wird auch sein eigenes Leben führen wollen, was mir absolut klar ist - ist bei mir nichts anderes. Ich wohne jetzt seit 1 Jahr nicht mehr zu hause und komme eigentlich auch nur noch sehr sehr selten nach hause, obwohl ich mich in ausgezeichneten Familienverhältnissen befinde.

Ich denke, dass es eher darum geht, die Verbindung zu deinem Sohn so gut wie sie ist, aufrecht zu erhalten, damit du immer wieder mal eine Meinung einholen kannst, denn die ist manchmal goldwert wenn man nicht weiß ob man auf dem richtigen Weg ist

Dass die Vereinsaktivitäten immer Vorrang haben finde ich sehr vernachlässigend. Ich weiß wie es ist, eine Beziehung zu führen, die aus Kompromissen bezügl. Freizeit u. Karriere steht, aber wenn beide wollen wird es immer einen Weg geben, sich in der Mitte zu treffen.

Liebe Grüße

Manuel
marichen
Seh ich auch so. Wenn es mir ganz schlecht geht, hilft mir die Musik weiter. Ich mach amateurmäßig Keyboard. Ich bin Alleinunterhalterin, das heißt, daß ich ab und zu mal "gebucht" werde, also auf duversen Veranstaltungen, Geburtstagsfeiern, spiele. Da bin ich zeitlich auch schon mal eingespant, wen ich mich auf meinen Auftritt vorbereiten muß. Wenn ich das nicht hätte- mein einziger Ausgleich, weil es auch mein Hobby ist, die Musik. Meine Internetseite kann jederzeit aufgerufen werden Soll aber keine Werbung sein!!

Alleinunterhalterin


[ Mod ] Hallo Marichen, hier an Board sind keine Direktlinks erlaubt, siehe auch Boardregeln, habe Deinen Link daher in einen Hyperlink umgeändert. LG v. sages! [ Mod ]
sageslaut2002
Hallo marichen,

ein wenig Luft habe ich nun, da heute die erste Prüfung geschrieben. Morgen habe ich frei um mich noch einmal für Freitag reinzuknien, hoffe es läuft dann besser als heute Augen rollen

Und eigentlich wäre ich dadurch schon bei Thema 1.
Weißt du was ich bisher am erschreckendsten an deinem ganzen Thread fand?
Deine Bemerkung, dass du dir vielleicht schon das Leben genommen hättest wenn dein Sohn nicht da wäre.
Marichen, seit da an frage ich mich, hast du keine eigenen Freunde? Hast du keinen Job? Hast du keine Hobby`s? Letzteres hat sich durch deine Alleinunerhaltung schon erklärt.

Weißt du, ich werde im Juni 48, habe vergangenes Jahr noch einmal mit Schule angefangen ( ist hart, muss ich zugeben ) war als Teenie ganz jung verheiratet, wie es eben damals noch so war, aus Vernunft, wegen Kind, Liebe war nicht im Spiel, hielt auch nur 3 Jahre. Habe ein paar Jahre später wieder geheiratet, einen liebevollen Mann und *der* Vater ( er hat sie adoptiert u. sie erkennen auch nur ihn als Vater an u. lieben ihn sehr ) meiner beiden Söhne, ich hatte ihn lieb, habe ich immer noch, wir sind noch immer freundschaftlich eng verbunden, aber die tiefe Liebe war meinerseits auch da nicht im Spiel. Ich hatte immer gehofft sie würde bei mir noch eintreten, eben, weil er so ein wunderbarer Mensch ist den man einfach nur lieben muss, aber leider habe ich mich getäuscht. Glaub mir, darüber war ich über mich selber auch immer sehr sauer, habe mich selber beschimpft, überlegt ob ich vielleicht gar nicht lieben kann und und und.

Aber immer, immer habe ich in Angriff genommen was mich gestört hat zu ändern.
Und immer, ausser als meine Söhne Kleinkinder waren, da ist Frau nun einmal leider zu der damaligen Zeit extrem ans Haus gebunden gewesen, solch tolle Väter wie heute, die auch mal die Kinder abnehmen u. Frau kann auf Rutsch gehen gab es damals ja noch nicht und meine Freunde waren ja auch noch blutjung und gingen lieber feten als sich mit einer Mutter und den Problemen mit Kleinkindern abzugeben, habe ich versucht mein Leben so zu führen das auch ich nicht auf der Strecke bleibe und habe immer meine eigenen Interessen gewahrt.

Kann es sein das du dich ganz auf deine Familie eingerichtet hast ohne an die Zukunft zu denken und dir neben deiner Familie ein kleines Eigenleben aufzubauen?
Ich kann mir gut vorstellen das du dich gar nicht mehr so recht als Frau gesehen hast in all den Jahren, sondern als betütelnde Ehefrau und Mutter. Marichen, die Frau merkt nun, da sie nicht mehr 24 Stunden daheim gebraucht wird das da noch eine Frau ist mit Sehnsüchten, Träumen, Wünschen und Fantasien?
Marichen die Frau entdeckt sich nun neu und weiß noch nicht wie damit umgehen, kann auch das sein?

Marichen, was wolltest du schon immer mal tun? Tu es!
Marichen, welche Frisur wolltest du schon immer mal ausprobieren u. trautest dich nicht? Tu es!
Wolltest du Klamotten tragen die deiner Meinung nach einer Mutter u. Ehefrau nicht stehen?
Tu es!
Marichen leb!
Auch dein Mann wird deine Veränderungen feststellen, denn sie machen dich selbstbewusster und er wird evtl. noch so maches Mal staunen. Vielleicht wird er aber dadurch auch neugierig auf Marichen, die Wahnsinnsfrau smile

Und marichen, keine Angst davor haben, dass dein Sohn auszieht wenn er seine Familie eines Tages erweitern möchte. Sieh mal unter Tohuwabohu, Verwirrende Gedanken an 1, 5 cm.....Thread von mir und du wirst dort erfahren das es nichts ähnlich Schönes gibt an Emotionen wie Oma zu werden. Vor allen Dingen wenn es einem niemand glaubt das man seine Enkelin an der Hand hat und nicht einen eigenen Nachzögling elch

Thema 2 ist die Sehbehinderung deines Mannes. Ich kann mir vorstellen das er gar nicht bemerkt wie sehr er dich verletzt weil er einfach nur darüber nachdenkt noch soviel sehend zu erleben wie es ihm die Zeit erlaubt. Ich kann mir vorstellen, er holt vor!
Kaum jemand ausser er kann wirklich wissen wieviel Ängste er innerlich vielleicht aussteht irgendwann nicht mehr aktiv am Leben teilnehmen zu können, vollkommen auf Hilfe angewiesen zu sein. Männer, gerade in seinem Alter, sind ja nicht so unbedingt sehr gesprächig was ihr Innenleben, ihre Ängste angeht.
Vielleicht ist es dir möglich eine diesbezügliche Beratungsstelle aufzusuchen um dich darüber schlau zu machen wie damit am besten umzugehen ist, trotzdem aber...

....fang an zu leben! Kein anderer Mensch kann für dich dein Leben leben, auch nicht ein HNO - Arzt. Starte durch!

Hat dein Mann sich eigentlich mal über eure Ehe geäußert? Ist er überhaupt glücklich? Welche Wünsche hat er, ausser Gesundheit natürlich, welche Träume, Fantasien?
Auch er wird ja seine bestimmten Vorstellungen haben.

LG v. sages!

Du brauchst dich nicht dafür zu bedanken das ich den Link geändert habe, ist einfach die Aufgabe eines Mods.
Deshalb lösche ich deinen Einsatz - Beitrag diesbezüglich auch großes Grinsen
marichen
Hallo, Sageslaut! Ich hätte schon so viele Wünsche, für mich nur für mich. ich mußte schon immer zurückstecken. Hab oft tausend Ängste durchgemacht. Freunde hatte(n) wir , ich mal. Aber das waren keine wahren Freunde. Den als es uns schlecht ging, waren alle weg. Wir hatten mit unseren Hausbau sehr viel Pech. Baufirma pleite, 40 000 € waren weg. Wir standen da, mit einem Grundstück und mußten eine Baufirma finden, die die ganzen Baupläne, so wie sie genehmigt waren, übernahmen. Das verursachte auch mehrkosten. Ich wurde von allen alleingelassen. Die Mutter meines Mannes half uns mit einem Hypothekendarlehen, daß auf ihr Haus belastet war, aus. Dies war damals die Idee ihres anderen Sohnes, der auch die Finanzierung machte. Auch half sie uns finanziell aus, indem sie einen Teil des Krdeits übernahm. Irgendwann einmal wollte sie nicht mehr, und forderte das ganze Geld zurück. Sie kam aber nicht durch, obwohl sie zum Anwalt ging. Mir wurde die ganze Schuld zugeschoben, da ich ja gesund war, und mein Mann, also ihr Sohn gehändikapt war. Mein Mann machte dann noch eifrig mit, sobald das Telefon läutete, drückte er es mir in die Hand, weil ich "besser reden" konnte. es war nicht mehr auszuhalten. Am Schluß wimmelte mein damals 14jähriger Sohn die Anrufer die nur Forderungen nan uns hatten, ab. Weil ich dann auch noch einen Nervenzusammenbruch hatte. Ich wurde von seiner Mutter nur beschimpft, Sie unterstellte mir, daß ich mir alles gefalen ließe. Geholfen hat mir niemand. Mann zog Kopf ein, Freunde waren weg, meine Geschwister machten uns auch laufend Vorwürfe, weil wir hätten doch nicht bauen brauchen. Das alles hat eine große Kluft gerissen. Nun lernte ich diesen Arzt kennen, und für mich ging wieder die Sonne auf. Da ist ein Mensch der mich irgendwie anders ansah, so wie ich es so vermißte. Ja Du hast recht, jetzt fühl ich wieder, daß ich eine noch nicht alte Frau bin. es ist halt ein so schönes Gefühl, wenn das Herz höher schlägt - nur für ein paar Minuten.
sageslaut2002
Guten Abend marichen,

wenn ich so lese mit welchen Problemen und Sorgen du dich schon herumschlagen musstest und es im Endeffekt alles bewältigen konntest, fast im Alleingang, dann sehe ich eine starke Frau in meinen Gedanken.

Eine starke Frau die sich hemmen läßt durch äußere Einflüsse, durch Liebe, vielleicht falsch verstandener Liebe u. Verantwortungsgefühl?

Ich kenne die Familienverhältnisse deines Mannes nicht. Wenn aber die eigene Mutter erst hilft, dann vor Gericht geht und zu ihrer Schwiegertochter sagt: Du läßt dir zuviel von meinem Sohn gefallen.....hm, dass macht micht stutzig. Auch das er dich in allen wichtigen Lebenslagen alleine dastehen läßt.
Weißt du, in der Regel kennen Mütter gerade ihre Söhne sehr, sehr gut.
Kann es sein das sie nicht ganz so unrecht hat?

Was wäre denn gewesen wenn du nicht immer die Feuerwehr gespielt hättest?
Was meinst du? Hätte er dann nicht einmal agieren müssen damit z.B. das Haus nicht verloren geht?

Oftmals ist es so das Männer gar nicht wollen das man ihnen alles abnimmt. Zumindest sagen sie es nicht, bitten nicht darum, sondern wir Frauen machen einfach ohne gross zu überlegen. So mancher Mann gibt dann auf weil er der Meinung ist er würde eh niichts richtig machen. Frau hat ja schon alles in die Hand genommen. Will er es anders oder wagt Einspruch zu erheben kommt es evtl. zum Streit u. so bleibt der ruhige Mann lieber still.

Damit will ich nicht aussagen, dass es bei deinem Mann genauso der Fall ist, aber solche Fälle gibt es eben.

Hör doch mal auf die Feuerwehr in wichtigen Angelegenheiten zu spielen und gib rigoros die Verantwortung an ihn weiter.

Fang an dein Leben auch ausserhalb der Familie auszubauen. Es gibt so viele Möglichkeiten. Von Abendschule bis Seminare, unendlich viel. Niemand muss ständig alleine u. einsam Zuhause rumsitzen wenn er nicht will.

Dein Sohn ist erwachsen, hat seine Partnerin. Dein Mann braucht dich auch nicht rund um die Uhr und wird auch lernen Abstriche zu machen, lernen das du nicht immer zur Stelle bist. Hast du etwas vor muss er sich eben mal nach einer anderen Fahrgelegenheit umsehen, er, nicht du, findet er keine oder kümmert sich nicht drum muss er eben alleine Zuhause sitzen ab und an mal.

Es sind keine Menschen mehr in deinem Haushalt die Rundumversorgung nötig haben.
Was also sollte dich daran hindern endlich dafür zu sorgen das auch du an dich denken kannst? Nur du dich selber!

Leg los, der Sommer steht vor der Tür daumenhoch

LG v. sages!
marichen
Hallo Sageslaut! Langsam wird mir klar, durch die ganzen Threads, die ich geschrieben hab, und die Antworten die darauf folgten, daß das eigentliche Problem schon sehr, sehr weit zurückliegt. daß das mit der Liebe die ich empfinde, und die ja nicht sein soll, nur das Resultat von allem ist. Ich wollte noch berichtigen, daß das was ich im letzten Thread schrieb:Meine Schwiegermuteer warf mir vor , daß ich mir alles gefallen lasse, nicht gemeint war, daß ich mir von meinem Mann alles gefallen lasse, sondern daß ich mir von den Ämtern und Behörden, die uns andauernd Steine in den Weg legten. Ich möchte so vieles machen, ich möchte mir ein Rad kaufen, ich möchte mit meinem Sohn zusammen , da wir in einem historischen Verein sind uns Pfeil und Bogen besorgen, und dies in einem Schützenverein, der das anbietet beitreten. Aber leider fehlt uns zur Zeit das Finanzielle. Ich möchte so vieles machen, aber mir fehlt zu manchen einfach der Mut. Ich hab leider Probleme, auf andere Menschen zuzugehen. Mir würde leichter fallen, wenn mein Mann mitmachen würde. Der ist aber in einem Trachtenverein Vorstand, und hat nicht vor, dies aufzugeben. Mein Vorschlag war schon mal, in einem Squaredance Verein beizutreten. anstelle des Trachtenvereins, er wollte dies aber nicht. Ich hab schon mal eine "Schnupperstunde" mit meiner Schwiegertochter mitgemacht. Mir hats sehr gefallen, aber meiner Schwiegertochter in Spee nicht. Das sind halt solche Sachen die mich dann doch zurückwerfen. Weh getan hat mir auch sehr, daß mein Mann sogar unsere Silberhochzeit vergessen hat. Ich hab darauf gewartet, daß er mich vielleicht mit was Schönem, einem Abendessen oder Blumen - aber nichts kam.
sageslaut2002
Marichen, ich bin geschockt, ganz gewaltig geschockt und das ist eigentlich schwer zu zu erreichen bei mir.

Er hat eure Silberhochzeit vergessen? ooh

Wie geht denn so etwas? So einen Tag plant man doch gemeinsam als Paar schon lange Zeit vorher und wenn das Finanzielle fehlt für einen grossen Tag oder man selber nicht für grossartige Feiern ist, zumindest aber doch im engsten Familienkreis.

Ich bin wirklich geschockt.
Mir stellt sich spätestens jetzt ganz konkret die Frage: Führt ihr überhaupt noch eine Ehe oder eher eine Zweckgemeinschaft?
Redet ihr überhaupt miteinander? Tauscht ihr euch über irgendetwas, sei es noch so belanglos, miteinander aus?

Wie habt ihr denn den silbernen Tag verbracht?
Ist der Tag überhaupt von irgendjemanden beachtet worden?

Bisher hatte ich die Vermutung, dein Mann ist eben ein Mann der sich nur wenig Gedanken macht.
Momentan frage ich mich ob er überhaupt noch Liebe für dich empfindet.
Dieses neuerliche Verhalten zeugt ja schon von totaler Gleichgültigkeit.

Das muss ich erst verdauen mmh

Gruss v. sages!
marichen
Hallo, Sages!
Ich denk mal, sollte er daran gedacht haben, hat er erwartet, daß ich die Initiative ergreife. So wie es in der Vergangenheit immer war. Ich habs aber diesmal darauf ankommen lassen, zumal er zur Zeit Urlaub hat, und ich noch krankgeschrieben bin. Der Tag 28. Mai lief wie jederandere ab. Ich hatte so sehr gehofft, daß er mich doch mit irgendwas überraschen würde, wenns nur ein paar Blumen gewesen wären, oder ein Glas Sekt am Abend zusammen. Ncihts kam. Reden tun wir auch nicht viel zusammen, das stimmt. Am Wochenende ist er sowiso selten da weil er mit seinem Verein unterwegs ist. Ich bin halt dann allein. Da öffnet sich das Herz natürlich leicht für eine andere Person. Was halt mch halt auch ärgert, und was mir peinlich ist zu schreiben, ist das die Körperhygiene manchmal zu wünschen übrig läßt. Hab ihn schon öfters drauf angesprochen, hat nichts gebracht. Darum laß ich ihn seit Längeren schon nicht mehr an mich ran - ist beschähmend - ist aber so. Ich lege halt großen Wert auf Äußeres. Ich beton aber nochmal daß mir auf jeden Fall noch was abn ihm liegt, wen es auch nicht glaubwürdig ist, ist er mal krank mach ich mir immer gleich Sorgen, und sorge immer dafür daß er zum Arzt kommt. Das wär nicht so, wenn er mir egal wäre. Ich hab echt Angst wie es weitergehen soll. Seine Mutter, seine Geschwister haben sich auch von uns abgewendet, seit dieses Fiasko mit der Bauerei war. Das tut mir ja auch so leid, obwohl von seiner Verwandtschaft her nur über mich geschimpf wurde. Vielleicht ist deshalb so gleichgültig.
sageslaut2002
Marichen,

ich habe nun lange über das Verhalten deines Mannes nachgedacht und wie es so abläuft bei euch.

Klar, ich kann nur von mir aus ausgehen, wie ich auf was reagieren würde. Ich bin ja auch eine Macherin, lasse mir ungefragt ungern etwas abnehmen. Stehe nicht auf Worte u. Versprechungen, Worte sind nur Schall und Rauch.

Mir muss man mit Taten kommen. Egal um welches Thema, welche Situation es sich gerade handelt.
Aber bei deinem Mann kommt ja anscheinend nicht einmal nichts. Keine Worte, schon gar keine Taten.

Ganz ehrlich, ich habe auch schon als Frau sogar Hochzeitstage vergessen. Konnte bei meiner ersten Ehe nicht einmal das Datum sagen, einfach, weil es für mich nicht wichtig war, viel wichtiger war eben der glückliche oder eben unglückliche Verlauf dieser Ehe.
Meinen zweiten Mann habe ich 2 Tage vor Heiligabend geheiratet, ein Datum, dass mir eben deswegen in Erinnerung blieb und.....weil wir damals immer sagten: Wenn wir eines Tages Silberhochzeit haben, feiern wir gross an Silvester.

Aber gar keine Erwähnung solch eines wichtiges Tages, den man eigentlich schon viele Monate vorher plant....einfach so an sich abprallen zu lassen, ne, das ist meiner Meinung nach an Gleichgültigkeit nicht zu überbieten.
Für mich wäre diese gleichgültige Reaktion deines Mannes, zu all den anderen hinzu, die letzte gewesen die er mir geboten hätte.
Das hätte ich niemals verzeihen können.

Marichen, ich denke zwischen euch ist ein grundsätzliches Gespräch schon lange überfällig.
Ein Gespräch über: Ist noch Liebe da? Was möchte er? Was möchtest du? Wie bekommt man das gemeinsam hin wenn überhaupt auf beiden Seiten noch der Wille dazu da ist?

So wie es bei euch läuft kann es nicht ewig weitergehen, dass macht dich nur kaputt.
Du musst dir doch schon wie ein Fussabtreter vorkommen.

Und Marichen, mach dich zuallererst einmal von dem Gedanken frei das dein Mann dich braucht. Er scheint dich nicht zu brauchen, er lebt ja sein Leben wie es ihm gefällt. Nimm nicht seine Sehbehinderung als Entschuldigung. Einen Chauffeur findet er auch anderswo.

Marichen, die richtige Therapie wäre eine gemeinsame Eheberatung. Ich glaube für den Moment nicht das ihr da alleine noch herauskommt. Es scheint alles schon zu fest eingefahren zu sein.

Du aber solltest dir zuallererst einmal darüber klar werden was du willst. Immer so weiterleben?
Ist das ein Haus wert?

Nimm dein Mann an die Hand und pflanz ihn auf eines Sessel, stell ihm ein Glas Wein hin und sprich Klartext. Ohne Vorwürfe. Sondern klipp und klar....das möchte ich, das möchte ich nicht mehr....finden wir eine gemeinsame Basis, wollen wir das überhaupt noch.

Was die mangelnde Körperhygiene angeht, damit würde ich überhaupt nicht klar kommen. Ich stelle mir gerade vor wie ich zu meinem Partner sagen müßte: Bevor du nicht geduscht hast passiert gar nichts geschockt
Da käme ich erst gar nicht in Versuchung ihn überhaupt anfassen zu wollen. Von Verlangen schon gar keine Rede.

LG v. sages!

Edit: Achso ja, ich wollte dich noch darum bitten in Zukunft einige Absätze in deine Texte einzufügen wegen der besseren Lesbarkeit. Danke dir.