[Eltern] Mein Vater ist Tot

Hotte84
Guten Tag Zusammen,

Vor drei Wochen ist er dann gestorben.
heute war die Beerdigung meines Vaters er ist an Streukrebs
gestorben, nach zahlreichen Chemos und Medikamenten.
In den letzten zwei Wochen seines Lebens lag er im
Krankenhaus auf der Intensivstation im Koma.
Ich wollte mit ihn noch so viel klären und wir sind auch im
Streit auseinander gegangen, aber ich habe es gehoft
mit ihn das eines Tages klären zu können, aber das Leben
ist nicht gerecht und nahm mir die Chance. unglücklich
Am 12.05. habe ich meine Oma schon Beerdigen müssen
auch sie ist an Krebs gestorben. Ich dürfte sie nicht mehr
Besuchen. Selbst zur ihrer Beerdigung wurde ich nicht
Eingeladen, es wurde halt vergessen.

Ich fühle mich zur Zeit leer, mir ist schlecht
und Kopfschmerzen plagen mich.
Auch meine Tränen wollen nicht mehr aufhören,
es tuht weh und ich weis nicht wie ich die Leere
in mir wieder gefühlt kriege. Ich fühle mich verletzt,
im Stich gelassen, bestraft und völlig alleine gelassen.
Man könnte sagen mir fällt die Decke auf den Kopf. traurig
Schlumpfine
hallo hotte,

ich weiß um ehrlich zu sein nicht wirklich, was ich darauf schreiben soll.
fühl dich ganz, ganz fest gedrückt.
ich kann den schmerz nachfühlen und ich weiß auch, wie gelähmt man in so einer situation ist, aber ich kann dir auch sagen, daß auch wieder licht geben wird in deinem leben.

ne ganz feste umarmung
schlumpfine
Vega
Moin Hotte,

ich erinnere mich, dass das Verhältnis zu deinem Stiefvater sehr schlecht war und deine Kindheit durch verschiedene Erlebnisse vergiftet wurde.
Dennoch, du warst ja damals noch sehr klein, hast ihn wie ich annehme, als Vater akzeptiert, Kinder lieben ihre Eltern bedingungslos, ganz egal, wie gut oder wie schlecht sie sich ihnen gegenüber verhalten.
Sie lieben und wollen Liebe empfangen.

Nun ist er weg, jetzt, wo du die Chance gehabt haben könntest, etwas zu klären.

Deine Tränen, diese Leere, das ist der Ausbruch, der schon lange nötig war.

Bei mir hat es gut 8 Jahre gedauert, bis ich an das Grab meines Vaters gehen konnte. Dort hab ich geweint, ihm verziehen, die Vergangenheit ruhen lassen und um einen Platz an seiner Seite für mein Kind, dem ein Leben auf Erden verwehrt war, gebeten.
Zu verzeihen ist etwas unglaublich Befreiendes, negative Gefühle halten einen sehr lange gefangen.

Ich wünsche dir viel Kraft, du weißt, dass du jederzeit hier deine Gedanken niederschreiben kannst.


Liebe Grüße

Vega
Sunny86
Hallo Hotte,

es tut mir sehr leid und ich weiß gar nicht was ich sagen soll.
Ich hab letztes Jahr meinen Vater verloren und ich kann den Schmerz nachempfinden.

Fühl dich ganz fest gedrückt von mir.

Ich wünsche dir viel Kraft für die nächste Zeit.

Alles Liebe,
Sunny
Endara82
Hallo Hotte,
mein Mitgefühl hast du auch... Trauere jetzt und dann verzeih irgendwann... Und hoffe, dass man auch dir und uns allen irgendwann verzeihen wird, was wir falsch machen... und falsch machen werden.

Fühl dich gedrückt von Endara.
Elli123
Hallo Hotte,

den Schmerz, den du empfindest kann ich gut nachfühlen. Mein Vater ist auch an Krebs gestorben. Ich konnte mich allerdings von ihm verabschieden.
Aber es war das Schlimmste, was ich je an seelischem Schmerz empfunden hatte.
Er war körperlich extrem spürbar.
Was habe ich gemacht??
Ich habe mein Leben versucht so gut es geht weiter zu leben - denn es geht ja weiter, auch für dich!
Und es hat mehr schöne Momente als schlechte.
Ich hoffe, du hast dein Leben wieder einigermaßen im Griff.

Wenn du damit gar nicht zurecht kommst, würde ich einmal an professionelle Hilfe denken.

Und manchmal hilft es auch am Grab mit dem Menschen zu reden, den man so vermisst. Dann hast du es ausgesprochen - das befreit.

Ich wünsche dir alles Gute und blicke positiv in die Zukunft, dein Leben liegt noch vor dir!



LG Elli