Jim Morrison
Soderle war gestern und heut mal ein wenig fleißig und hab mal was geschrieben, was eine typische Einleitung sein könnte. Da ich meist Gedichte und Kurzgeschichten geschrieben habe und ab und zu an einem Roman gebastelt hab, ist es bisher nicht unbedingt perfekt für ein Drehbuch, aber ich denke es wäre so weit schon umsetzbar
Könnte dann weitergehen mit:
Teil 2: Henry
Teil 3: Melody
Teil 4: Der Plan
Teil 5: Schnee in New York
Teil 1: Jack
Bereits zum 6.Mal wanderte er heute die Fifth Avenue entlang. Es war kalt geworden und er zog seine Handschuhe an. Noch immer kein Schnee, er wusste nicht, ob er sich darüber freuen sollte oder ob ihn die Warterei noch um den Verstand brachte. Natürlich lief er auf der ungeraden Seite und natürlich mit Blick Richtung zu Nummer 718. Der Luxus Juwelier Laden von Harry Winston war dort seit Ewigkeiten beheimatet. Unzählige Prominente aus Sport und Film hatten dort schon Vermögen für „unbezahlbare“ Steine liegen gelassen. Normalerweise würde er einen solchen Snobladen mit keinem Blick würdigen. Er seufzte innerlich, was war schon normal seit Melody in sein Leben getreten war.
Als Kind wollte er Polizist werden, jedoch hatte ihm immer der Mut gefehlt sich zu bewerben. Mut? Eigentlich ein Fremdwort für ihn, sein Leben war langweilig und gewöhnlich wie sein Vorname: Jack. Mit Frauen hatte er wenig Erfolg gehabt, immerhin auch wenige Pleiten, da es zu selten vorkam, dass er mal eine ansprach. Und für selbstbewusste Frauen, die auch mal einen Mann selber ansprechen, für die war er keine Zielgruppe, da er einfach zu durchschnittlich war.
Jack blickte über die Straße und beobachtete, wie sich die Blicke der Frauen veränderten, wenn sie in die Schaufenster des Edeljuweliers sahen. Seine Gedanken wanderten wieder und fragten sich, wie es nur passieren konnte, dass er hier seit Tagen ein Juweliergeschäft beobachtete. Ausgerechnet er, Beinahepolizist und seit nun 14 Jahren Kaufhausdetektiv in einem kleineren New Yorker Kaufhaus, das nicht weit davon entfernt war, dass Kunden es schäbig nannten. Ein Niemand, der immerhin gut in seiner Arbeit war. Von allen Detektiven, die in dem Kaufhaus arbeiteten, hatte er mit weitem Abstand die höchste Zugriffsrate und er lag nie falsch. Jack hatte scharfe Augen auf die mancher Pilot neidisch gewesen wäre. Zudem hatte er im Laufe der Jahre einen 6. Sinn entwickelt und hatte viele Diebe oder Jugendliche, die eine Mutprobe machten, schon vor dem Diebstahl im Auge.
Er tat seine Arbeit, führte die Diebe ins Verhörzimmer und rief den Kaufhausdirektor. Allzu oft wurde nicht mal die Polizei gerufen und die Diebe blieben ungestraft. Meist Promis oder Reiche, bei denen es der Chef als Ehre betrachtete, dass sie überhaupt in seinen Laden kamen. Sie bekamen eine Freikarte zu klauen und das Kaufhaus bekam ein paar gestellte Papparazzi Schnappschüsse, wie die Promis hier einkauften. Immerhin kam Henry, einer von Jacks wenigen Freunden, freier Fotograf und notorisch pleite, so immer wieder zu kleinen Aufträgen. Noch nerviger war der Umgang mit Touristen, auch diese blieben meist ungestraft und der Chef kassierte eine Bestechung in die eigene Tasche. Seine Aufgabe wurde so immer wieder ad absurdum geführt und sein Sinn für Gerechtigkeit litt darunter.
Nie hatte er Bestechungsversuche akzeptiert, nie irgendwelche Promis gehen lassen, nie ein Auge zugedrückt, tja nie bis Melody in sein Leben trat. Bei ihr hatte sein 6. Sinn versagt und er hätte ihr nie einen Diebstahl zugetraut, wie er diese schlanke, schöne und grazile Frau in ihrem bezaubernden roten Kleid zum ersten Mal sah. Hätte sie bemerkt, wie er sie anstarrte, dann wäre es ihr sicherlich unangenehm gewesen, aber im unauffällig beobachten, war er eben ein wahrer Meister. Als das Unvorstellbare geschah und sie einige Flacons mit Parfüm extrem geschickt irgendwo unter ihrem Kleid verschwinden ließ, konnte er zunächst nicht gleich eingreifen, ihn beschäftigte die Frage, wo zur Hölle sie die Teile hin gesteckt hatte.
Er hatte solche Gedanken abgeschüttelt und kehrte zurück in die berufliche Routine. Bevor sie Richtung Ausgang ging, fing er sie ab, nahm sie am Arm und trotz des Gefühls eine elektrische Ladung abbekommen zu haben, kam sein Routinesatz: „Würden sie mir bitte unauffällig und ohne Theater folgen, ich bin Kaufhausdetektiv“ ohne Stottern. Sie tat wie befohlen, aber sah ihn mit großen Augen an. Jack konnte sie nicht lesen, oft sah er Überraschung, Bestürzung, Angst, Panik bei ihr bildete er sich ein eher etwas wie Neugier und Belustigung zu sehen. Er führte sie ins Verhörzimmer und innerlich tat es ihm sofort weh, als er sie loslassen musste, damit sie sich setzen konnte.
Unzählig oft hatte er schon seine Kurzbefragungen durchgeführt, den Namen einer Person dann mit der Liste der „Untouchables“ verglichen und danach in der Regel den Direktor verständigt. Er war sicher, dass sie ein neuer Fang war, denn so eine Frau hätte er sicher nicht vergessen, zumal er nie Gesichter vergaß, die er einmal beim Stehlen erwischt hatte. Er blickte auf das Verhörprotokoll und begann: „Name?“. „Wie ist denn ihrer?“ Auf Spielchen ließ er sich eigentlich nie ein, jedoch antwortete er fast schuldbewusst: „Jack Frost“, da er sich ihr ja auch nicht vorgestellt hatte. Sie fing an zu kichern und obwohl er das unglaublich sexy fand, ärgerte er sich, da er wie so oft einen schlechten Scherz aufgrund seines Namens erwartete. In hartem Tonfall fragte er noch einmal: „Name?“ Ein wenig erschreckt antwortete sie „Melody Fisher“ und innerlich verfluchte er sich bereits, dass er sich aus der Ruhe bringen ließ und noch mehr, dass er sich schlecht fühlte, weil er sie erschreckt hatte.
Jack mahnte sich zur Ruhe und redete sich gerade nicht zum ersten Mal ein, dass sie ein Dieb, ein Gesetzesbrecher wie jeder andere sei. „Packen sie alle gestohlenen Sachen auf den Tisch“ „Wollen sie nicht selbst danach suchen?“ Wieder brachte sie ihn total aus der Fassung und die Vorstellung unter ihrem Kleid nach Gegenständen zu suchen, verwirrte ihn völlig und am Liebsten hätte er: „Ja gerne“ geantwortet. Um sich vor einer peinlichen Antwort zu retten, wechselte er schnell das Thema. „Warum haben sie bei meinem Namen gekichert?“ Jetzt würde sie eine Antwort geben, die ihn ärgern würde, die er schon hundertmal gehört hatte wie „Ach darum ist es hier so kalt“ und er nahm sich fest vor, dann jegliche Sympathie und Faszination für diese außergewöhnliche Frau abzulegen und sie endlich wie jeden kleinen Kriminellen zu behandeln.
„Jack Frost ist die Hauptperson eines meiner Lieblingsfilme“. Er rang um Fassung und fühlte sich wie auf Schlittschuhen, mit denen er so unsicher war wie jetzt im Moment. „Ach“ stammelte er, „von dem Film habe ich ja noch nie gehört“. „Es ist ein kleiner netter Horrorfilm über einen Killerschneemann“. Jack fing an zu lachen und sie stimmte so herzlich darin ein, dass er innerlich merkte, dass er spätestens jetzt verloren war. Hätte sie ihn genau in dieser Sekunde gefragt, ob sie gehen darf, er hätte sie vermutlich zum Ausgang geführt und ihr noch Gutscheine gegeben für die seltenen Fälle, dass ein Kaufhausbesucher mal zu Unrecht als Dieb bezeichnet wurde. Sie beendete die Kicherorgie zuerst und fragte: „Wollen sie mal vorbeikommen, ich hab ihn als DVD und wir sehen ihn gemeinsam an?“
„Ja gern“, mehr brachte er nicht hervor. Sie nahm im den Verhörbögen und den Kugelschreiber aus der Hand und notierte eine Telefonnummer. „Kann ich jetzt gehen?“ Wie in Trance stand er auf und öffnete ihr die Tür. Sie glitt hinaus und war verschwunden, bevor er seine Fassung wiedererlangt hatte. Er fuhr mit den Fingern über ihre Telefonnummer und voller Entsetzen kam ihm der Gedanke, dass sie nur mit ihm gespielt hatte, der Name falsch sein konnte (er hatte sich nicht mal den Ausweis zeigen lassen!!) und natürlich auch die Nummer falsch war.
Doch Jack irrte sich. Es war tatsächlich ihre Nummer, sie sahen wirklich diesen Killerschneemann-Film an und er konnte das Geheimnis ihres Kleides lüften. Seine Gedanken kehrten zurück zu Harry Winstons Juwelier Geschäft und dem Ruf des Geschäftes, dass es der einzige Juwelier in New York war, der noch nie erfolgreich überfallen wurde. Da eine Polizeistation sehr nah war, war die Polizei spätestens zwei Minuten nach Alarm da und das schreckte automatisch jeden Dieb ab.
Jeden normalen Dieb vermutlich schon, aber an Melody war nichts normal und gerade das Schwierige reizte sie umso mehr. Ihr Plan war unglaublich und seinen chaotischen Freund Henry wickelte sie noch schneller als ihn um den Finger und als notorischer Pleitegeier wartete er vielleicht bereits sein Leben lang auf eine solche Gelegenheit.
Eigentlich war alles bereit, es fehlte nur noch der Schnee. Mitte Dezember gab es in New York sehr oft Schnee, die Wetterprognosen kündigten ihn auch an, aber noch kam er nicht. Vielleicht ein Wink des Schicksals diese völlig absurde Idee, am helllichten Tag einen Juwelier zu bestehlen, aufzugeben und in sein normales, langweiliges Leben zurückzukehren. Aber er war einfach nicht in der Lage dazu und so wartete Jack Frost geduldig auf Schnee…
Hier könnte man z.B. bereits Spinnereien über eine mögliche Besetzung beginnen. Beim Schreiben kam mir z.B. für Jack Edward Norton in den Sinn, für Melody Salma Hayek oder Jennifer Lopez und was ich so für die Rolle des Henry überlegt habe, würde Tobey Maguire passen.
Könnte dann weitergehen mit:
Teil 2: Henry
Teil 3: Melody
Teil 4: Der Plan
Teil 5: Schnee in New York
Teil 1: Jack
Bereits zum 6.Mal wanderte er heute die Fifth Avenue entlang. Es war kalt geworden und er zog seine Handschuhe an. Noch immer kein Schnee, er wusste nicht, ob er sich darüber freuen sollte oder ob ihn die Warterei noch um den Verstand brachte. Natürlich lief er auf der ungeraden Seite und natürlich mit Blick Richtung zu Nummer 718. Der Luxus Juwelier Laden von Harry Winston war dort seit Ewigkeiten beheimatet. Unzählige Prominente aus Sport und Film hatten dort schon Vermögen für „unbezahlbare“ Steine liegen gelassen. Normalerweise würde er einen solchen Snobladen mit keinem Blick würdigen. Er seufzte innerlich, was war schon normal seit Melody in sein Leben getreten war.
Als Kind wollte er Polizist werden, jedoch hatte ihm immer der Mut gefehlt sich zu bewerben. Mut? Eigentlich ein Fremdwort für ihn, sein Leben war langweilig und gewöhnlich wie sein Vorname: Jack. Mit Frauen hatte er wenig Erfolg gehabt, immerhin auch wenige Pleiten, da es zu selten vorkam, dass er mal eine ansprach. Und für selbstbewusste Frauen, die auch mal einen Mann selber ansprechen, für die war er keine Zielgruppe, da er einfach zu durchschnittlich war.
Jack blickte über die Straße und beobachtete, wie sich die Blicke der Frauen veränderten, wenn sie in die Schaufenster des Edeljuweliers sahen. Seine Gedanken wanderten wieder und fragten sich, wie es nur passieren konnte, dass er hier seit Tagen ein Juweliergeschäft beobachtete. Ausgerechnet er, Beinahepolizist und seit nun 14 Jahren Kaufhausdetektiv in einem kleineren New Yorker Kaufhaus, das nicht weit davon entfernt war, dass Kunden es schäbig nannten. Ein Niemand, der immerhin gut in seiner Arbeit war. Von allen Detektiven, die in dem Kaufhaus arbeiteten, hatte er mit weitem Abstand die höchste Zugriffsrate und er lag nie falsch. Jack hatte scharfe Augen auf die mancher Pilot neidisch gewesen wäre. Zudem hatte er im Laufe der Jahre einen 6. Sinn entwickelt und hatte viele Diebe oder Jugendliche, die eine Mutprobe machten, schon vor dem Diebstahl im Auge.
Er tat seine Arbeit, führte die Diebe ins Verhörzimmer und rief den Kaufhausdirektor. Allzu oft wurde nicht mal die Polizei gerufen und die Diebe blieben ungestraft. Meist Promis oder Reiche, bei denen es der Chef als Ehre betrachtete, dass sie überhaupt in seinen Laden kamen. Sie bekamen eine Freikarte zu klauen und das Kaufhaus bekam ein paar gestellte Papparazzi Schnappschüsse, wie die Promis hier einkauften. Immerhin kam Henry, einer von Jacks wenigen Freunden, freier Fotograf und notorisch pleite, so immer wieder zu kleinen Aufträgen. Noch nerviger war der Umgang mit Touristen, auch diese blieben meist ungestraft und der Chef kassierte eine Bestechung in die eigene Tasche. Seine Aufgabe wurde so immer wieder ad absurdum geführt und sein Sinn für Gerechtigkeit litt darunter.
Nie hatte er Bestechungsversuche akzeptiert, nie irgendwelche Promis gehen lassen, nie ein Auge zugedrückt, tja nie bis Melody in sein Leben trat. Bei ihr hatte sein 6. Sinn versagt und er hätte ihr nie einen Diebstahl zugetraut, wie er diese schlanke, schöne und grazile Frau in ihrem bezaubernden roten Kleid zum ersten Mal sah. Hätte sie bemerkt, wie er sie anstarrte, dann wäre es ihr sicherlich unangenehm gewesen, aber im unauffällig beobachten, war er eben ein wahrer Meister. Als das Unvorstellbare geschah und sie einige Flacons mit Parfüm extrem geschickt irgendwo unter ihrem Kleid verschwinden ließ, konnte er zunächst nicht gleich eingreifen, ihn beschäftigte die Frage, wo zur Hölle sie die Teile hin gesteckt hatte.
Er hatte solche Gedanken abgeschüttelt und kehrte zurück in die berufliche Routine. Bevor sie Richtung Ausgang ging, fing er sie ab, nahm sie am Arm und trotz des Gefühls eine elektrische Ladung abbekommen zu haben, kam sein Routinesatz: „Würden sie mir bitte unauffällig und ohne Theater folgen, ich bin Kaufhausdetektiv“ ohne Stottern. Sie tat wie befohlen, aber sah ihn mit großen Augen an. Jack konnte sie nicht lesen, oft sah er Überraschung, Bestürzung, Angst, Panik bei ihr bildete er sich ein eher etwas wie Neugier und Belustigung zu sehen. Er führte sie ins Verhörzimmer und innerlich tat es ihm sofort weh, als er sie loslassen musste, damit sie sich setzen konnte.
Unzählig oft hatte er schon seine Kurzbefragungen durchgeführt, den Namen einer Person dann mit der Liste der „Untouchables“ verglichen und danach in der Regel den Direktor verständigt. Er war sicher, dass sie ein neuer Fang war, denn so eine Frau hätte er sicher nicht vergessen, zumal er nie Gesichter vergaß, die er einmal beim Stehlen erwischt hatte. Er blickte auf das Verhörprotokoll und begann: „Name?“. „Wie ist denn ihrer?“ Auf Spielchen ließ er sich eigentlich nie ein, jedoch antwortete er fast schuldbewusst: „Jack Frost“, da er sich ihr ja auch nicht vorgestellt hatte. Sie fing an zu kichern und obwohl er das unglaublich sexy fand, ärgerte er sich, da er wie so oft einen schlechten Scherz aufgrund seines Namens erwartete. In hartem Tonfall fragte er noch einmal: „Name?“ Ein wenig erschreckt antwortete sie „Melody Fisher“ und innerlich verfluchte er sich bereits, dass er sich aus der Ruhe bringen ließ und noch mehr, dass er sich schlecht fühlte, weil er sie erschreckt hatte.
Jack mahnte sich zur Ruhe und redete sich gerade nicht zum ersten Mal ein, dass sie ein Dieb, ein Gesetzesbrecher wie jeder andere sei. „Packen sie alle gestohlenen Sachen auf den Tisch“ „Wollen sie nicht selbst danach suchen?“ Wieder brachte sie ihn total aus der Fassung und die Vorstellung unter ihrem Kleid nach Gegenständen zu suchen, verwirrte ihn völlig und am Liebsten hätte er: „Ja gerne“ geantwortet. Um sich vor einer peinlichen Antwort zu retten, wechselte er schnell das Thema. „Warum haben sie bei meinem Namen gekichert?“ Jetzt würde sie eine Antwort geben, die ihn ärgern würde, die er schon hundertmal gehört hatte wie „Ach darum ist es hier so kalt“ und er nahm sich fest vor, dann jegliche Sympathie und Faszination für diese außergewöhnliche Frau abzulegen und sie endlich wie jeden kleinen Kriminellen zu behandeln.
„Jack Frost ist die Hauptperson eines meiner Lieblingsfilme“. Er rang um Fassung und fühlte sich wie auf Schlittschuhen, mit denen er so unsicher war wie jetzt im Moment. „Ach“ stammelte er, „von dem Film habe ich ja noch nie gehört“. „Es ist ein kleiner netter Horrorfilm über einen Killerschneemann“. Jack fing an zu lachen und sie stimmte so herzlich darin ein, dass er innerlich merkte, dass er spätestens jetzt verloren war. Hätte sie ihn genau in dieser Sekunde gefragt, ob sie gehen darf, er hätte sie vermutlich zum Ausgang geführt und ihr noch Gutscheine gegeben für die seltenen Fälle, dass ein Kaufhausbesucher mal zu Unrecht als Dieb bezeichnet wurde. Sie beendete die Kicherorgie zuerst und fragte: „Wollen sie mal vorbeikommen, ich hab ihn als DVD und wir sehen ihn gemeinsam an?“
„Ja gern“, mehr brachte er nicht hervor. Sie nahm im den Verhörbögen und den Kugelschreiber aus der Hand und notierte eine Telefonnummer. „Kann ich jetzt gehen?“ Wie in Trance stand er auf und öffnete ihr die Tür. Sie glitt hinaus und war verschwunden, bevor er seine Fassung wiedererlangt hatte. Er fuhr mit den Fingern über ihre Telefonnummer und voller Entsetzen kam ihm der Gedanke, dass sie nur mit ihm gespielt hatte, der Name falsch sein konnte (er hatte sich nicht mal den Ausweis zeigen lassen!!) und natürlich auch die Nummer falsch war.
Doch Jack irrte sich. Es war tatsächlich ihre Nummer, sie sahen wirklich diesen Killerschneemann-Film an und er konnte das Geheimnis ihres Kleides lüften. Seine Gedanken kehrten zurück zu Harry Winstons Juwelier Geschäft und dem Ruf des Geschäftes, dass es der einzige Juwelier in New York war, der noch nie erfolgreich überfallen wurde. Da eine Polizeistation sehr nah war, war die Polizei spätestens zwei Minuten nach Alarm da und das schreckte automatisch jeden Dieb ab.
Jeden normalen Dieb vermutlich schon, aber an Melody war nichts normal und gerade das Schwierige reizte sie umso mehr. Ihr Plan war unglaublich und seinen chaotischen Freund Henry wickelte sie noch schneller als ihn um den Finger und als notorischer Pleitegeier wartete er vielleicht bereits sein Leben lang auf eine solche Gelegenheit.
Eigentlich war alles bereit, es fehlte nur noch der Schnee. Mitte Dezember gab es in New York sehr oft Schnee, die Wetterprognosen kündigten ihn auch an, aber noch kam er nicht. Vielleicht ein Wink des Schicksals diese völlig absurde Idee, am helllichten Tag einen Juwelier zu bestehlen, aufzugeben und in sein normales, langweiliges Leben zurückzukehren. Aber er war einfach nicht in der Lage dazu und so wartete Jack Frost geduldig auf Schnee…
Hier könnte man z.B. bereits Spinnereien über eine mögliche Besetzung beginnen. Beim Schreiben kam mir z.B. für Jack Edward Norton in den Sinn, für Melody Salma Hayek oder Jennifer Lopez und was ich so für die Rolle des Henry überlegt habe, würde Tobey Maguire passen.
Und bei der Einleitung wäre derzeit ja noch sehr viel möglich. Reiner Gaunerfilm oder Krimi über einen Überfall. Komödie mit doppeltem Boden im Stile von "der Clou", oder eben eine lustige Gaunerkomödie mit vielen kleinen und größeren Überraschungen.