mehr als einen Partner

Joshi
Hallo,
melde mich mal wieder zurück und möchte einmal eure Meinung dazu wissen.

Ich lebe mit meiner Partnerin seit drei Jahren zusammen und bis auf die "normalen" Alltagsdiskussionen ist alles in Ordnung.
Meine Partnerin hatte mir vor ca. 2 Monaten vorsichtig eröffnet, dass sie eventuell polyamorös ist.
Zitat:
(Polyamory = Liebesbeziehungen zu mehr als einem Menschen zur gleichen Zeit zu haben, mit vollem Wissen und Einverständnis aller beteiligten Partner. Quelle: Wikipedia)

Zumindest hätte sie Gefühle für jemanden entwickelt.

Im ersten Moment ein Schock, nur hat dieser Gedanke auch Türen geöffnet, je mehr man sich mit dem Thema beschäftigt hat und die Möglichkeit es zu testen wurde gegeben.

Ziemlich zeitnah, wir hatten gerade wieder BDSM Stammtisch von unserem Forum aus, lernten wir dort ein Mädel kennen, welches uns beiden auf Anhieb sympathisch war und wir dann zu dritt beschlossen, dass sie meine "Zweitsub" wird.

Es folgte das Wochenende wo meine Partnerin sich mit ihrem Bekannten, in den sie sich eventuell verliebt hatte, traf, um herauszufinden, was da dran ist und ob man sich sympathisch findet.
Am gleichen Wochenende war ich dann auch mit meiner Sub alleine.
Beide "Parteien" hatten an diesem Wochenende das erste mal GV mit einem anderen Partner.

Sonntags kam meine Partnerin dann zurück. Meine Sub und ich holten sie dann vom Bahnhof ab und als wir dann so zu dritt das Wochenende revue passieren ließen, kam uns der Gedanke zu dritt zu spielen. Am Ende lagen wir dann zu dritt im Bett und meine Partnerin fand nun auch noch eine Bi Neigung an sich.

Klingt doch irgendwie traumhaft.... die Erfüllung einer Männerphantasie.
Das es bis dahin unzählige Gespräche gab und wirklich alles mit dem Einverständnis des Anderen war, möchte ich hier nur kurz erwähnen.
Es gab nämlich auch Probleme, die in mir nach und nach Blockaden verusachten und die Konsequenz daraus war, dass wir uns von der Dritten wieder getrennt hatten.
Wir überlegen aber nun wieder ernsthaft, eine Sie mit Bi Ambitionen ins Boot zu holen.

Kann so eine Konstellation funktionieren?
Wie nah kann man eine dritte Person in eine Beziehung bringen?

Ich bin gespannt auf eure Meinung.
sageslaut2002
Hallo Joshi,

ein sehr sensibles Thema würde ich sagen.

Meiner Meinung nach gilt es hier zwei Aspekte zu trennen.

Eine rein sexuelle Beziehung zu Dritt ist das eine. Da gilt wohl der Spruch: Erlaubt ist was beiden Partnern gefällt. Solltet ihr euch da wirklich einig sein, dass zu 110%, ist das okay. Hat einer von euch Beiden einen schalen Beigeschmack bei dem Unternehmen, Finger weg.

Du aber schreibst ja vom dritten Partner / in.
Das nun kann ich mir nur als äußerst schwierig vorstellen. Ein dritter Partner stellt ja die gleichen Ansprüche nach einiger Zeit wie die beiden Anderen in diesem Trio.
Geht los mit der Integrierung in die jeweiligen Familien. Akzeptieren diese das nicht, fühlt sich der Eine ja schon ausgeschlossen. Geht weiter mit Verantwortung. Dann mit Terminen. Ich kann mir gut vorstellen das sich immer einer der Drei hinten an gestellt fühlt. Es ist einfach schwer drei Partner gerecht unter einen Hut zu bringen.

Letzteres halte ich also für fast ausgeschlossen ohne das Frust u. Ärger vorprogrammiert wäre.

Du schreibst selber von Blockade deinerseits. Wie darf ich diese auffassen?

Um deine Frage direkt zu beantworten. Die Einbeziehung einer dritten Person sollte sich auf das rein sexuelle Vergnügen begnügen.

Deine Partnerin scheint in der Entdeckerphase zu sein, sicherlich resultierend aus irgendetwas was sie vermißt, was ihr fehlt. Ich kann mir nicht vorstellen das sie ansonsten auf einmal grundlos solche Wünsche äußert wenn sie vorher nie vorhanden waren.

Manches Mal weiß man selber nicht was einem umhertreibt, was einem fehlt u. begibt sich auf die Suche.

Wirklich ein Thema wo ihr Beide mit äußerster Sensibilität aufeinander zugehen solltest.

Gruss v. sageslaut2002!